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Ueli Stecks Heimkehr von der grossen Wand

Ueli Steck ist zurück aus dem Himalaja. Nach dem grössten Erfolg seiner Karriere, der Erstdurchsteigung der Annapurna-Südwand, fällt es ihm nicht einfach, das Erlebte zu verarbeiten. Dazu kommt eine immense Nachfrage aus der Pressewelt.

Gestern Freitagmittag im Amisbüel oberhalb von Beatenberg: Am bekannten Gleitschirmstartplatz trifft Ueli Steck andere Piloten zum lockeren Gespräch, rollt sein Flugtuch aus und sortiert sorgfältig die Leinen. Für ihn ist es so etwas wie eine Entschleunigung nach den letzten Tagen der Reiserei und des Medienrummels: «Das ist mein erster Flug seit langem. Und seit ich am Mittwoch aus dem Himalaja nach Hause gekehrt bin, ist bei mir die Hölle los, sodass ich kaum Zeit für mich finde.» Gemeint ist die enorme Nachfrage der Medien – manches renommierte Blatt aus der Schweiz und dem Ausland ist an Stecks Geschichte über die erfolgreiche Solobesteigung an der Annapurna-Südwand interessiert. Steck geniesst deshalb die Abwechslung, die ihm das Fliegen gibt. Aber auch sein Lauftraining auf den Harder gönnte sich der 37-jährige Extremalpinist seit seiner Heimkehr zweimal, «auch wenn mir vom ‹Abeseckle› jetzt alles wehtut».

Zurück zum Medienhype: «Am liebsten hätte ich die Annapurna einfach so für mich ganz allein gemacht, ohne irgend jemandem etwas davon zu sagen», gibt Steck zu. Und: «Manchmal frage ich mich selber, wieso ich mich diesem Medienstress immer wieder aussetze.» Aber da sei halt auch die Erwartungshaltung der Sponsoren, von welchen er seinen Lebensunterhalt verdiene.

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