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Verdacht auf Virus in Kaserne

Für 700 bis 800 Soldaten auf dem Waffenplatz Thun gibts vorerst keinen Wochenend-Urlaub: Weil 40 Kameraden mit Verdacht auf Norovirus krank sind, müssen aus Sicherheitsgründen alle in der Kaserne bleiben.

Unter Soldaten in Thun ist möglicherweise der Norovirus ausgebrochen.
Unter Soldaten in Thun ist möglicherweise der Norovirus ausgebrochen.
Keystone

In Thun sind seit Freitagmorgen rund 40 der 700 bis 800 Armeeangehörigen erkrankt. Sie leiden an Durchfall und Erbrechen und müssen in der Krankenabteilung behandelt werden. Die Symptome weisen auf einen Virus hin. Laut dem Onlineportal «20minuten.ch» sagte ein Panzergrenadier vor Ort, dass «eine Art Notstand» herrsche. Einige hätten sogar Masken an.

«Wenn der Verdacht auf eine Erkrankung vorliegt, werden die Betroffenen auf der Krankenabteilung isoliert», so Walter Frik, Stellvertreter Informationschef Verteidigung, auf Anfrage. Aus Sicherheitsgründen würden die 700 bis 800 Armeeangehörigen vorerst nicht in den Wochenendurlaub entlassen werden. «Wir wollen ganz sicher gehen, dass nicht noch bei weiteren Personen Krankheitssymptome auftreten. Wenn während zwölf Stunden keine neuen Erkrankungen passieren, können wir die Massnahmen aufheben.» Er betonte, dass der grosse Teil der Armeeangehörigen sowieso erst am Samstagmorgen in den Urlaub entlassen worden wäre.

Ist es ein Noro-Virus?

Ob es sich allenfalls um einen Noro-Virus handelt, wird zurzeit abgeklärt, wie das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Freitag mitteilte. Die Resultate der Laboruntersuchungen stünden noch aus und würden voraussichtlich am Samstag vorliegen. Betroffen sind Angehörige der Panzer Rekrutenschule 21 und der ABC-Abwehr Rekrutenschule 1/12.

Ein Truppenarzt kontrolliert die erkrankten Rekruten regelmässig. Bei einem normalen Verlauf sei davon auszugehen, dass die Erkrankten in wenigen Tagen wieder gesund seien, schreibt das VBS in seiner Mitteilung. Frik erklärte ferner, dass das Waffenplatzkommando in Thun «alles Erdenkliche» unternehme, um den unfreiwillig Kasernierten den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. So war die Soldatenstube gestern Abend länger als normal offen, alle Filmsäle waren geöffnet, so dass die Armeeangehörigen die Zeit mit Fernsehen überbrücken konnten. «Und natürlich wurden die Spiele der Fussball-EM gezeigt», sagte Frick gestern weiter.

jek/sda/maz

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