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Wegen Abfallsammelstelle werden zwei Bäume gefällt

Weil beim Waisenhausplatz eine Unterflursammelstelle für Abfall gebaut wird, müssen zwei Bäume weichen. Der Archäologische Dienst begleitet den Bau – weil der Platz möglicherweise auf einer mittelalterlichen Siedlung liegt.

«Grössere Mengen bereitgestellter Kehrichtsäcke werden das Bild nun auch in der Thuner Innenstadt bald nicht mehr stören», schreibt die Thuner Stadtverwaltung in einer Mitteilung. Ab dieser Woche wird auf dem Waisenhausplatz eine Unterflursammelstelle realisiert. «Wenn alles klappt, stehen ab Anfang Dezember für die Entsorgung von Glas, Blech- und Aludosen sowie Papier und Hauskehricht zehn unterirdische Container zur Verfügung», heisst es in der städtischen Mitteilung ebenfalls. Für die Sammelstelle müssen allerdings zwei Bäume auf dem Platz weichen. Sie werden heute gefällt, wie der stellvertretende Stadtingenieur Daniel Rychener gestern auf Anfrage sagte. Die Fällung der Bäume wurde laut Rychener im September in einem Baugesuch publiziert, Einsprachen gingen keine ein. Und: «Einen Baum werden wir nach Abschluss der Bauarbeiten wieder pflanzen.»

Realisiert werden die zehn unterirdischen Container mit je fünf Kubikmetern Fassungsvermögen in Zusammenarbeit mit der AG für Abfallverwertung Avag. Damit wird der Thuner Bevölkerung voraussichtlich ab Anfang Dezember die erste Unterflursammelstelle der Innenstadt und die achte insgesamt zur Verfügung stehen. Der Standort der neuen Anlage liegt in der Verlängerung der öffentlichen WC-Anlage bei der Mühlebrücke in Richtung Bälliz.

Archäologische Funde möglich

Zu Beginn der Arbeiten wird gemäss der Thuner Stadtverwaltung auch der Archäologische Dienst des Kantons Bern beigezogen. Denn: Der Bauperimeter liegt in einem möglichen mittelalterlichen Siedlungsgebiet. «Sollten historische Funde zutage gefördert werden, würden die Bauarbeiten sofort eingestellt», versichert die Stadt. «Es wäre mit einer Verzögerung von maximal drei Monaten zu rechnen.»

Ohne unvorhergesehene Zwischenfälle wird die neue Unterfluranlage auf dem Waisenhausplatz im Dezember zur Benützung freigegeben werden. Gleichzeitig wird in der Mitteilung betont: «Das Tiefbauamt wird auch danach weiterhin den Hauskehricht an den bekannten Plätzen und zu den bekannten Zeiten abholen.»

«Deponien» beseitigen

Die Stadtverwaltung ist überzeugt: «Eine grosse Erleichterung bringt die neue Unterflursammelstelle nicht nur der in der Innenstadt wohnhaften Bevölkerung, sondern ebenfalls den Geschäften und dem Gastgewerbe der Innenstadt.» Die nahe gelegenen Betriebe im Bälliz, rund um den Waisenhausplatz, am Mühleplatz und in der Oberen Hauptgasse seien dank der neuen Unterfluranlage nicht mehr gezwungen, ihre Abfälle nur am Dienstag und Freitag zwischen 7 und 9 Uhr zu deponieren. Neu können sie ihre Abfallgüter in den offiziellen Avag-Säcken oder mit Gebührenmarken auch nach Betriebsschluss entsorgen.

«Mit dem Start der Pilotanlage beim Migros Dürrenast im November 2007 hat sich die Thuner Bevölkerung an die neuen Wertstoffsammelstellen im Unterflursystem gewöhnt und schätzt, wie Rückmeldungen zeigen, deren Vorteile», schreibt die Stadt zufrieden. Diese Vorteile seien: «Zeitlich uneingeschränkte Benützung, weitgehend lärmfrei und ohne Geruchsemissionen, benützerfreundlich, mit elegantem und saubererem Erscheinungsbild.» Somit sei dies «auch ein wichtiges Argument für eine touristisch attraktive Innenstadt.»

TT/maz

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