Zum Hauptinhalt springen

Thun will die Feier Luganos verhindern

Thun muss heute gegen Leader Lugano gewinnen, sonst feiern die Tessiner im Oberland den Aufstieg in die Super League. Die

Geht es nach Milaim Rama, dann trägt der FC Thun heute Abend gegen Lugano das vorerst letzte Heimspiel in der Challenge League aus. «Wir wollen heute und am Samstag in Gossau gewinnen. Verliert Lugano dann auch gegen Vaduz Punkte, haben wir den direkten Aufstieg geschafft», sagt der Stürmer vor dem Heimauftritt des Tabellenzweiten gegen den Leader. Ramas Rechnung geht auf: Vier Punkte liegt Thun am vorletzten Spieltag hinter Lugano zurück, im direkten Duell können die Oberländer den Rückstand auf einen Zähler reduzieren. «Gut möglich, dass Lugano dann noch nervös wird», sagt Rama. Der 34-Jährige bestreitet seine elfte Saison für den FC Thun. Als der Klub das letzte Mal in die höchste Spielklasse aufstieg, erzielte er im entscheidenden Spiel gegen Winterthur das Tor zum 1:0-Sieg. Das war am 7.Mai 2002, dank Ramas Treffer war Thun nach 48 Jahren wieder erstklassig. Fast genau acht Jahre später will der ehemalige Schweizer Nationalspieler sein Team wieder in die Super League schiessen. «Die Lust, zurückzukehren, ist riesig», sagt er. Schaffe es Thun nicht direkt, dann gehe es halt über die Barrage gegen den Vorletzten der Super League. Winterthur nahe dran Die Ausgangslage wäre für die Thuner vielversprechender, hätten sie am letzten Montag die Partie in Yverdon gewonnen. Beim 3:3 kassierten sie dumme Gegentreffer und liessen beste Chancen ungenutzt. Auch Rama sündigte im Abschluss. «Im ersten Moment waren wir enttäuscht. Es bleibt uns aber nichts anderes übrig, als jetzt nach vorne zu blicken.» Nur sechs Punkte gewann der FC Thun in den letzten sechs Spielen «Trotzdem ist rechnerisch noch alles möglich.» Damit liegt Rama richtig – theoretisch kann Thun in den letzten beiden Spielen aber auch alles verlieren. Holt der FC Lugano heute im Lachenstadion auch nur einen Punkt, steht er als Aufsteiger fest. Und den Barrageplatz haben sich die Oberländer noch nicht gesichert. Winterthur siegte am Samstag in Locarno und liegt nur noch einen Punkt zurück. «Wir gewinnen die beiden letzten Spiele», sagt Stjepan Kukuruzovic, «dann ist es überhaupt keine Frage, dass wir zumindest an der Barrage teilnehmen.» Auch damit hätte das Team ein grosses Ziel erreicht, sagt der Mittelfeldspieler. Kukuruzovic steht vor den letzten Spielen mit dem FC Thun. Im Sommer wechselt er zum FC Zürich. Zwar will Thuns Sportchef Andres Gerber mit den FCZ-Verantwortlichen über eine Ausleihe Kukuruzovics sprechen, der 20-Jährige würde aber gerne den Schritt nach Zürich wagen: «Ich weiss, es wird schwierig, mir dort einen Platz zu erobern. Aber ich bin bereit, es zu versuchen.» Die Talfahrt seines neuen Klubs hat Kukuruzovic nicht irritiert. «Die Mannschaft hat sich unter Wert verkauft. In der nächsten Saison kann Zürich wieder vorne mitmischen.» Tessiner Grossaufmarsch Vorläufig spielt Kukuruzovic mit dem FC Thun noch um die Tabellenspitze der Challenge League. «Lugano ist der Favorit», sagt er, «doch wir tun alles, um heranzukommen.» Die Thuner Spieler hoffen auf die Unterstützung des Publikums, dass die Aussichten für eine Partie vor zahlreichen Zuschauern stattfindet. Laut den Verantwortlichen lief der Vorverkauf überdurchschnittlich gut. Und auch der Gästesektor dürfte nach langem wieder einmal gut gefüllt sein: Über 600 Lugano-Fans haben ihr Kommen angekündigt. «Wir wollen auf keinen Fall, dass sie den Aufstieg ihres Teams in unserem Stadion feiern», sagt Thuns Mittelfeldspieler Roland Bättig.Alexander Wäfler>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch