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1 Million Franken mehr in der Kasse

Die Finanzlage ist gut, das Bauwesen und die Ortsplanung sind auf Kurs, der Lehrplan 21 wird eingeführt, und die Jugend wird begleitet. So sieht die Gemeinde ihre ­aktuelle Situation.

Die Überbauung «Am Bahnhof» ist vollendet: Der neue Dorfplatz lädt zum Verweilen ein. Rechts im Hintergrund steht die neue Unterflursammelstelle.
Die Überbauung «Am Bahnhof» ist vollendet: Der neue Dorfplatz lädt zum Verweilen ein. Rechts im Hintergrund steht die neue Unterflursammelstelle.
Debora Stulz

«Das Stimmvolk und der Gemeinderat haben gemeinsam die richtigen Entscheidungen für die Zukunft getroffen, die Finanz­lage von Uetendorf ist derzeit gut», sagte Gemeindepräsident Albert Rösti zu Beginn der In­formationsveranstaltung vom Montagabend. Mangels abstimmungspflichtiger Themen fand keine ordentliche Gemeindeversammlung statt.

Auch wenn die Finanzlage gut sei, müssten die Entwicklungen gut beobachtet werden, so Finanzverwalter Dieter Amstutz. Aufgrund der Umstellung auf das Modell HRM2 informierte er etwas ausführlicher als gewohnt. Nach drei negativen Rechnungen übertraf der Steuerertrag 2016 das Budget um 1 Million Franken.

Der grösste Teil kam durch Mehrerträge bei den Einkommenssteuern zustande, den Gewinnsteuern und bei Steuerteilungen. «Diese Erträge sind als einmalig zu betrachten», reagierte Amstutz auf Fragen bezüglich einer Steuersenkung.

Die Gemeinde Uetendorf weist einen Betriebsaufwand von 22'162'519 Millionen Franken aus. Bei 2,44 Millionen Nettoinvestitionen und 0,38 Millionen Franken Abschreibungen hat das Verwaltungsvermögen um 2,06 Millionen Franken zugenommen.

Massnahmen beim Abfall

Die Abrechnungen der Selbst­finanzierungen Wasser und Abwasser sind noch im Lot: «Die Finanzierung der Abfallentsorgung müssen wir im Auge behalten», so Dieter Amstutz. Hier würden sich spätestens im Jahr 2019 Massnahmen anzeigen. Mit 77 Prozent Ja-Stimmen haben die Uetendorfer der Ortsplanungsrevision zugestimmt.

Darüber zeigte sich Vizegemeindepräsidentin Anna-Katharina Zenger, Ressort Hochbau und Planung, erfreut. Die Un­terlagen gehen jetzt zum Kanton zur Genehmigung. «Wenn alles als rechtsgültig erklärt wird, kann es losgehen mit den neuen Projekten», so Zenger.

Dazu gehören unter anderem die beiden ZPP (Zone mit Planungspflicht) «Landi und Höhenweg» sowie der geplante Ausbau des Altersheims Turmhuus. Albert Rösti zeigte sich zufrieden, dass in Uetendorf ohne zusätzliche Nutzung von Kulturland rund 300 neue Wohnungen gebaut werden könnten.

Bauten auf Kurs

Mit dem Ausbau der Bahnhof­strasse, dem Bau der Unterflursammelstelle und der Fertigstellung des Dorfplatzes sei die Überbauung «Am Bahnhof» abgeschlossen, so Gemeinderätin Hannelore Schwarz, Ressort Tiefbau und Umwelt. Mit den neuen Bäumen, den Bänken und den grossen Blumenkübeln, die vom Frauenverein Uetendorf gespendet wurden, ist der Dorfplatz heute ein gemütlicher Ort.

Baracke zum Verkauf

Gemeinderat Raphael Stäheli, Ressort Liegenschaften und Kultur, informierte, dass die leer stehende, gemeindeeigene Baracke im Limpach 299 A zum Verkauf stehe. Zudem habe der Gemeinderat entschieden, das sogenannte Chalet Bälliz nicht zu verkaufen, sondern zu sanieren und weiter zu vermieten.

Ab dem Schuljahr 2018/2019 wird in der Schule Uetendorf der Lehrplan 21 sukzessive eingeführt. «Dabei wird der Fokus stärker auf die Verknüpfung und die Anwendung von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Schülerinnen und Schüler gesetzt, sagt Gemeinderätin Eva Bichsel, Ressort Bildung und Finanzen.

Jugend begleiten

«Wir müssen den Jungen zeigen wie Benehmen und Aufräumen an öffentlichen Plätzen funktioniert, geben Sie uns dafür etwas Zeit», so die Antwort von Jugendarbeiter Michael Streit auf die Anfrage von SVP-Parteipräsident Marcel Kümin, wie sich die Gemeinde um den regelmässig zurückgelassenen Müll bei dem neuen Grillplatz «Glütsch» kümmern wolle. Zuvor zeigte Gemeinderat Daniel Würsten, Ressort Soziales, auf, wie mannigfaltig die Angebote für Kinder und Jugendliche in der Gemeinde und der Region sind.

Comeback für Chlousemärit

Der Gemeindepräsident informierte, dass der Chlousemärit des Gewerbevereins heuer wieder stattfinden werde. 2013 mussten die Organisatoren wegen zu hoher Defizite die lang­jährige Tradition aufgeben. Jetzt habe der Gemeinderat dafür eine Defizitgarantie bewilligt, sagt ­Albert Rösti zum Abschluss des Informationsabends.

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