Sigriswil

28 Alterswohnungen für 7 Millionen Franken geplant

SigriswilDas Alters- und Pflegeheims Schärmtanne will für 7 Millionen Franken einen Neubau realisieren. Geplant sind mitten in Sigriswil 28 Alterswohnungen. Gegen das Vorhaben ist eine Einsprache hängig.

Die Profile zeigen es an: Direkt oberhalb des Altersheims Schärmtanne (Mitte unten) ist ein Neubau mit 28 Alterswohnungen geplant.

Die Profile zeigen es an: Direkt oberhalb des Altersheims Schärmtanne (Mitte unten) ist ein Neubau mit 28 Alterswohnungen geplant. Bild: Stefan Kammermann

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«Neubau von 28 Wohnungen mit Dienstleistungen und Autoeinstellhalle». So steht es in den Bauplänen der verantwortlichen Betreiber des Alters- und Pflegeheims Schärmtanne in Sigriswil. Die Pläne jedenfalls sind ambitiös. Für rund 7 Millionen Franken soll direkt neben dem 1989 eröffneten Altersheim mitten im Dorf ein Neubau für Wohnen mit Dienstleistungen für ältere Menschen entstehen.

«In der Gemeinde gibt es zwar bereits acht Altersheime, dennoch ist das Bedürfnis nach Alterswohnungen gegeben», erklärt Alfred Santschi, Verwaltungsrat der Schärmtanne AG und Präsident des Bauausschusses. Realisieren will die AG vorab 1 ½- und 2½-Zimmer-Wohnungen, die vermietet werden.

Ziel sei es, damit eine Lücke im Betreuungsangebot zwischen ambulant und stationär zu schliessen. Gemäss Konzept richtet sich das Angebot an Personen, die zum Beispiel mit der Unterstützung der Familie oder der Spitex nicht mehr zu Hause betreut werden können, aber noch so rüstig sind, um mit gewissen Dienstleistungen eigenständig leben zu können. Gleichzeitig wird die betriebliche Optimierung des bestehenden Heimbetriebs angestrebt.

Kein Luxusprojekt

«Die künftigen Bewohner können je nach Bedarf Dienstleistungen direkt vom Altersheim beziehen», erläutert Alfred Santschi. Das Angebot werde auch Personen offenstehen, die auf Ergänzungsleistungen angewiesen seien.

«Das heisst, es wird kein Luxusprojekt, sondern vielmehr erschwingliche Wohnungen geben.»Alfred Santschi
Verwaltungsrat Schärmtanne AG

«Das heisst, es wird kein Luxusprojekt, sondern vielmehr erschwingliche Wohnungen geben», so der Präsident des Bauausschusses.

Die 28 Wohnungen werden auf drei Etagen plus Dachgeschoss realisiert. Weiter ist ein Stationszimmer für die Spitex sowie auf jeder Etage ein Aufenthaltsbereich vorgesehen. Geplant ist ebenso eine Einstellhalle. Das Bauvorhaben in der Kernzone von Sigriswil hat auch eine Einsprache zur Folge.

«Es ist eine Kollektiveinsprache von Anstössern eingegangen», sagt Thomas Abplanalp, beauftragter Architekt vom Büro Amstutz Abplan­alp Birri. Die Einsprache richtet sich vorab gegen die Höhe des Gebäudes und dürfte das Projekt verzögern. Wie der Architekt weiter ausführt, sei nun das Ziel, im Frühjahr 2019 mit den Bauarbeiten zu beginnen, damit ein Jahr später die Wohnungen bezugsbereit sind.

Die Schärmtanne AG als Betreiberin des Pflege- und Altersheims ist zu hundert Prozent im Besitz der Gemeinde Sigriswil. Die AG wurde im Januar 2017 aus der Taufe gehoben, nachdem zuvor eine Urnenabstimmung dem Vorhaben zugestimmt hatte, das Altersheim von der Gemeinde loszulösen und in eine Aktiengesellschaft zu überführen.

Ohne öffentliche Hilfe

Die Bauparzelle für den geplanten Neubau ist seit 2014 im Besitz der Gemeinde Sigriswil und wird im Baurecht an die AG abgegeben. Finanziert wird der Neubau allein durch die AG, ohne Gemeindegelder und ohne Beiträge von Bund und Kanton.

Das Altersheim bietet aktuell Platz für 38 Personen in Einzelzimmern und ­beschäftigt gegen 48 Mitarbeitende. Noch offen ist, ob der Neubau dort zusätzliche Stellen generieren wird. «Dies wird von den Bedürfnissen der künftigen Bewohner abhängig sein», meint Alfred Santschi. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 16.05.2018, 07:44 Uhr

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