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35'011 Herzen für die Gartenbauschule

35'011 Personen möchten die Gartenbauschule Hünibach retten. Vertreter der Schule übergaben die Petition der Grossratspräsidentin Ursula Zybach (SP) und hoffen, dass die Schule nicht den Sparmassnahmen zum Opfer fällt.

Zwei Kisten voller Unterschriften halten Grossratspräsidentin Ursula Zybach, der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) und Marianna Serena, Direktorin der Gartenbauschule, in den Händen (v.l.).
Zwei Kisten voller Unterschriften halten Grossratspräsidentin Ursula Zybach, der Thuner Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) und Marianna Serena, Direktorin der Gartenbauschule, in den Händen (v.l.).
Damaris Oesch

«Offensichtlich bin ich nicht die Einzige, der die Gartenbauschule Hünibach ein Anliegen ist», sagte Marianna Serena, Direktorin des Hünibacher Ausbildungsbetriebes, während der Übergabe von 35'011 Unterschriften für die Petition «Rettet die Gartenbauschule Hünibach» an die Grossratspräsidentin Ursula Zybach (SP).

Einige dieser Unterstützer sowie rund hundert Vertreter der Gartenbauschule waren bei der Übergabe anwesend und gaben mit einem im Original spanischen Lied ihren Herzenswunsch zum Ausdruck: «Gib uns ein Herz für die Liebe – oder ein Herz für die Gartenbauschule.»

Dass über 35'000 Menschen vom Grossen Rat das Weiter­bestehen der Gartenbauschule Hünibach (GSH) fordern, zeige die Verankerung und die Anerkennung der Schule in der Region und dem Bildungswesen und freue sie sehr, meinte Marianna Serena am frühen Donnerstagabend vor dem Rathaus in Bern.

«Die Schliessung wäre jammerschade», sagte Judith Pfäffli, Stiftungsratspräsidentin der GSH. Die Grossrätin Andrea de Meuron (Grüne) ergänzt, dass die Schule mit ihrem Engagement für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf und als einzige schweizerische Ausbildungsstätte für biointeressierte Lernende nicht nur für den Kanton Bern unabdingbar sei, ­sondern auch für die ganze Schweiz. Weiter unterstützen sowohl der Gewerkschaftsbund der Stadt Thun wie auch derjenige von Bern die Forderung.

Chance zum Sparen

Auch die Lernenden, die an der Übergabe der Unterschriften an Ursula Zybach zahlreich vertreten waren, bangen mit ihrem Ausbildungsbetrieb. So meinte beispielsweise der 18-jährige Samuel Witschi: «Der Betrieb schenkt Jahr für Jahr vielen jungen, teilweise perspektivlosen Menschen eine Zukunft.» Ohne diese Möglichkeit würde ein bedeutender Teil der Gesellschaft kaputtgehen, meint der junge Mann, der momentan das 3. Lehrjahr absolviert. Samuel Witschi blickt äusserst hoffnungsvoll in die Zukunft, er denkt, dass der Grosse Rat die GSH in seiner Novembersession «höchst wahrscheinlich retten wird».

Die Schuldirektorin hofft Ähnliches, betont jedoch, dass man weiterhin für jede Unterstützung froh ist. «Es kann knapp werden», meint Marianna Serena. Auch Andrea de Meuron rechnet mit einer «harten Debatte». Serena betont, dass die Gartenbauschule für Verhandlungen und schrittweise Sparmassnahmen bereit sei: «Wir ­möchten sparen, aber wir ­müssen eine Chance dazu bekommen.»

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