Zum Hauptinhalt springen

465 Tonnen Lebensmittel gerettet und an Bedürftige abgegeben

Seit 15 Jahren ist Tischlein deck dich in Thun aktiv.

Eine Bezugskarte zum symbolischen Preis von einem Franken. Foto: Archiv/Stefan Anderegg
Eine Bezugskarte zum symbolischen Preis von einem Franken. Foto: Archiv/Stefan Anderegg

Food-Waste – immer mehr rückt dieses Thema ins Zentrum der Diskussionen. «Das zu Recht: Die Verschwendung von Lebensmitteln schadet nicht nur unserem Portemonnaie, sondern auch unserem Klima», wie Tischlein deck dich in seiner Medienmitteilung schreibt. In der Schweiz landen im Jahr 2,8 Millionen Tonnen Lebensmittel im Abfall, die oftmals noch für den Verzehr geeignet wären.

Mit jedem Nahrungsmittel, das weggeworfen wird, wird nicht nur das Produkt an sich verschwendet, sondern auch alle Ressourcen, die in die Verarbeitung desselben eingeflossen sind. «Aus ökologischer Sicht eine unvertretbare Situation.» Seit über 20 Jahren setzt die Nonprofitorganisation Tischlein deck dich genau da an und geht noch einen Schritt weiter: Die geretteten Lebensmittel werden an Armutsbetroffene verteilt – seit 15 Jahren auch in Thun.

Abgabe dank freiwilligem Engagement

Die Lebensmittel werden an Abgabestellen verteilt, die jeweils einmal pro Woche geöffnet sind. In Thun wird der Betrieb dieser Stelle durch ein Team von 28 Freiwilligen unter der Leitung von Werner Frei gewährleistet. «Wir finden das Konzept vom Tischlein sehr gut», sagt Frei. «Das Ausmass, das die Lebensmittelverschwendung angenommen hat, ist schier unfassbar. Es macht sogar betroffener, wenn man merkt und sieht, wie viele Leute hierzulande auf Organisationen wie Tischlein deck dich angewiesen sind.»

In der Schweiz gibt es über 675'000 Menschen, die am oder unter dem Existenzminimum leben. In Thun allein profitieren jede Woche über 70 Haushalte – oder anders ausgedrückt rund 300 Armutsbetroffene – vom Angebot des Tischleins. Seit der Eröffnung im Jahr 2005 hat die Abgabestelle in Thun 465 Tonnen Lebensmittel für einen Gegenwert von über 3 Millionen Franken an Armutsbetroffene aus der Region verteilt.

Bezugskarte und ein Franken

Damit die Kunden von Tischlein deck dich Lebensmittel an einer Abgabestelle beziehen dürfen, benötigen sie zwei Dinge: eine Bezugskarte und einen Franken. Die Bezugskarte dient als Ausweis, dass ihre finanzielle Situation überprüft wurde und dass sie bei einer bestimmten Abgabestelle einkaufen gehen dürfen. Für diesen wöchentlichen Einkauf bezahlen sie einen symbolischen Franken – ungeachtet der Menge oder Art der Produkte, die sie mitnehmen.

www.tischlein.ch

pd

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch