60'000 Franken für die Dépendance

Sigriswil

Der Bau mitten im Dorf ist fortgeschritten. In der ehemaligen Dépendance des Hotels Bären werden im kommenden Frühjahr die ersten Wohnungen und die Ladenfläche bezogen. Die Denkmalpflege unterstützt das Projekt mit 60'000 Franken.

Die ehemalige Dépendance des Bären ist derzeit von Gerüststangen umgeben. Im Frühling sind Wohnungen und Laden bezugsbereit.

Die ehemalige Dépendance des Bären ist derzeit von Gerüststangen umgeben. Im Frühling sind Wohnungen und Laden bezugsbereit.

(Bild: Stefan Kammermann)

Die denkmalgeschützte ehemalige Dépendance des Hotels Bären mitten im Dorf Sigriswil ist derzeit voll mit Gerüststangen eingehüllt. Auf dem Bauplatz geben sich Handwerker die Klinke in die Hand. «Wir sind auf Kurs», sagt Architekt Thomas Abplan­alp. Er ist Mitinhaber der a+b Liegenschaft AG, die das Gebäude zwecks Totalsanierung vor einiger Zeit gekauft hat. Es stammt aus dem Jahr 1890 und ist im Bauinventar als schützenswertes Objekt eingestuft.

«Im kommenden Frühjahr sind die ersten Wohnungen bezugsbereit», so der Architekt weiter. Klar ist auch, wer im Frühling die vorgesehene Ladenfläche beziehen wird. Es ist das heute in der Sellmatte in Sigriswil ansässige Optikergeschäft La Maison Optik.

Einen Schritt weiter ist das Bauprojekt auch in Sachen Beitrag der kantonalen Denkmalpflege. Diese hat 60'000 Franken an die Restauration der Bauteile gesprochen. «Die Gelder stammen aus dem Lotteriefonds», erklärt Fabian Schwarz, zuständiger Bauberater der kantonalen Denkmalpflege.

Die Lotteriefondsgelder würden vorab zum Erhalten des äusseren Erscheinungsbildes beitragen. So sei zum Beispiel auch das Farbkonzept in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege erarbeitet worden. «Wir werden das Projekt weiterhin beratend begleiten», erläutert Schwarz.

Zweitwohnungen möglich

Der Bau hat unterdessen auch eine Projektänderung erfahren. So wurde etwa das ursprünglich geplante Vordach baulich an­gepasst und die Überdachung der Containerplätze umgeändert. Zudem wurde auch das Nutzen von Zweitwohnungen geregelt. «Knapp ein Drittel der Wohnungen können als solche genutzt werden», erklärt Architekt Thomas Abplanalp. Auf die ausgeschriebenen Projektänderungen seien keine Einsprachen eingegangen.

Wie der Architekt weiter ausführt, seien in der ehemaligen Dépendance nebst dem Ladengeschäft die sechs 21/2- bis 41/2-Zimmer-Wohnungen verkauft. Die vier 31/2- und 41/2-Zimmer-Wohnungen, die im Neubau entstehen werden, seien noch frei und ab Herbst 2017 bezugsbereit.

Weiter werden derzeit auch eine Einstellhalle und Räumlichkeiten für die Gebäudetechnik realisiert. Zudem haben die Bauherren auf Wunsch der kantonalen Denkmalpflege einen Landschaftsarchitekten beigezogen, der verträgliche Lösungen für den umliegenden Baumbestand finden soll. Insgesamt beläuft sich das Investitionsvolumen für den Bau auf neun Millionen ­Franken.

Ein Grossteil des einst auffälligen Jugendstilgebäudes wurde Anfang Jahr abgebrochen. «Das Haus war in einem denkbar schlechten Zustand, viel Bausubstanz liess sich leider nicht mehr retten», erinnert sich Thomas Abplanalp. Was damals blieb, war ein skurriles Bild mit fensterloser Hausfassade und ausgehöhlten Erkern, gestützt von kräftigen Holzbalken, das in der Gemeinde für einigen Diskussionsstoff sorgte.

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