Thun

Federleicht bis betörend

ThunEin paar Stimmungsschmankerl von der Künstlerbörse, abseits der Bühnenkunst.

Die «Garçons» liessen sich sangen den ­Besucherinnen und Besuchern auf Bestellung ein Lied.

Die «Garçons» liessen sich sangen den ­Besucherinnen und Besuchern auf Bestellung ein Lied. Bild: Patric Spahni

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Federleicht: Erstmals führte Gülsha Adilji als Moderatorin durch etliche Kurzauftritte. Die Ex-Frontfrau des TV-Jugendsenders Joiz und frischgebackene Kleinkünstlerin hütete die bunten Darbietungen wie einen Sack Flöhe – verbal federleicht, mit witzigen Überleitungen.

«Super gsy»: Der häufigste Satz im KKThun-Foyer: «’s isch super gsy», gefolgt von «I by offe für aus, aber das isch nid mys gsy.» Das Urteil des sichtlich aufgebrachten Hansjürg zu Bastler & Grautier: «Selten so was Primitives erlebt! ‹Haiaiaii, ich zaig dir mys Tail dihai . . .› – grauenhaft.»

Speisen preisen: Was machen Hungrige spätabends in Thun? Nach Hause gehen und Butterbrot schmieren. Anders bei der Künstlerbörse im KKThun: Neben der Piazza mit allerlei Schmankerln gabs im Foyer des Lachensaals ein leckeres Buffet mit ­Salaten und warmen Speisen – bis 23 Uhr zu moderaten Preisen.

Lieder auf Bestellung: Während beispielsweise die Kinder am Freitag an einem eigenen Theaterworkshop teilnehmen durften, erhielten auch die erwachsenen Kleinkunstfans eine eigene Darbietung. Die «Garçons s’il vous Plaît» sangen aus voller Kehle ein Liedchen auf Bestellung.

Verträge im Koffer: Die Künstlerinnen reisen ab, einige mit Verträgen für Auftritte im Koffer, Besucher mit Lachmuskelkater im Bauch und einem Lächeln um den Mund, das einem frohen Herzen entspringt. Die Multikulti-Kleinkunstszene verabschiedet sich in die eigene Welt zurück. Das Neuenburger Trio «Les Petits Chanteurs à la Gueule de Bois» kehrt mit dem mit 50 000 Franken dotierten Schweizer Kleinkunstpreis heim, und Thomas C. Breuer setzte gestern auf seiner Bühnenabschiedstour um 17 Uhr den Schlusspunkt der Künstlerbörse.

2019 ist es die 60.: Nächstes Jahr wartet die 60. Ausgabe auf, welche erstmals der neue Verband T. der Schweizer Kunstschaffenden auf die Beine stellt. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 15.04.2018, 20:54 Uhr

Bilanz

Ein letztes Mal zog gestern die KTV ATP, die Vereinigung Künstler(innen) – Theater – Veranstalter(innen) Schweiz, als Orga­nisatorin der Schweizer Künstlerbörse im Kultur- und Kongress- zen­trum KKThun Bilanz. «Wieder besuchten uns über 3000 Leute aus dem In- und Ausland. Wir waren restlos ausverkauft», sagt Geschäftsleiterin Anne Jäggi auf Anfrage erfreut.

Total zeigten über 70 Formationen aus der Schweiz, Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Österreich, England, Polen, der Ukraine, Kanada und Mali Ausschnitte aus ihren Programmen. In der Exposition stellten sich über 140 Künstlerinnen und Agenturen den über 200 Veranstaltern aus der ganzen Schweiz und dem Ausland vor. Zudem fanden zwei Vermittlungsprogramme für Kinder und Erwachsene statt.

Die 60. Ausgabe der Schweizer Künstlerbörse in Thun organisiert der neue Berufsverband für das unabhängige professionelle Theaterschaffen, «T.» (siehe Ausgabe vom 11. April).sft

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