Hechte in Jägglisglunte aufgetaucht

Brienz

Vor wenigen Jahren noch drohte das Naturschutzgebiet Jägglisglunte am Brienzersee zu verlanden. Heute nutzen wieder mehrere Hechte den Totarm der Aare als Laichplatz. Zu verdanken ist dies dem Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee.

Der Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee setzte sich dafür ein, das Naturschutzgebiet Jägglisglunte als Laichplatz für den Hecht zu erhalten.

Der Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee setzte sich dafür ein, das Naturschutzgebiet Jägglisglunte als Laichplatz für den Hecht zu erhalten.

(Bild: zvg/Matthias Meyer)

Auf Initiative des Uferschutzverbandes Thuner- und Brienzersee wurde Anfang Jahr der Durchlass vom Brienzersee zum Naturschutzgebiet Jägglisglunte wieder für Fische erschlossen. «Der Erfolg dieser Massnahmen zeigte sich bereits wenige Tage nach Abschluss der Arbeiten: Mehrere grosse Hechte konnten in der Jägglisglunte fotografiert werden», schreibt der Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee jetzt in einer Medienmitteilung.

Zunehmende Verlandung

Das Naturschutzgebiet Jägglisglunte, ein Totarm der Aare, liegt isoliert inmitten von intensiv genutztem Landwirtschaftsland bei Brienz. Die gesamte Jägglisglunte steht als Aue von nationaler Bedeutung unter kantonalem Schutz. Die Nationalstrasse A8 zerschneidet das Naturschutzgebiet in zwei Teile. Gespeist wird die Jägglisglunte über den Oltschibachkanal. Das Entenbächli verbindet die Jägglisglunte mit dem Brienzersee. «Weil nur noch wenig Wasser durch das Naturschutzgebiet floss, verlandete das Naturschutzgebiet zunehmend. In den kalten Wintern 2008/09 und 2009/10 starben zudem viele Fische, weil unter der Eisdecke vermutlich zu wenig Sauerstoff vorhanden war», steht weiter in der Mitteilung.

Der Uferschutzverband Thuner- und Brienzersee setzte sich in der Folge dafür ein, dass das Naturschutzgebiet Jägglisglunte als Lebensraum für Fische, insbesondere als Laichplatz für den Hecht (siehe Box), erhalten bleibt. Im Jahr 2013 wurde deshalb der Zufluss zur Speisung der Jägglisglunte erneuert und Anfang dieses Jahres der Durchlass zum Entenbächli ersetzt. «Durch diese Massnahmen erhöhten sich sowohl der Wasserspiegel als auch die Abflussmenge in der Jägglisglunte und im Entenbächli», so der Verband.

Laichplätze

Seither sei der Durchgang vom Brienzersee zum Naturschutzgebiet Jägglisglunte wieder gut für Fische passierbar. Bereits kurz nach dem Abschluss dieser Bauarbeiten seien auch schon mehrere Hechte in die Jägglisglunte eingewandert und hätten deren Schilfzonen als Laichplätze aufgesucht. Finanziert worden sei die Aufwertung von dem Revitalisierungsfonds des Kantons Bern und von der KWO.

mab

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