Keine Sorgen trotz Rücktritten

Für die Kassierin und die Sekretärin konnten an der Mitgliederversammlung von Pro Velo Region Thun problemlos Nachfolgerinnen gefunden werden. Damit ist Pro Velo besser dran als manch anderer Verein.

Thuner liegen Velofahrer am Herz: Bei Pro Velo Thun konnten für alle Rücktritte eine Lösung gefunden werden.

Thuner liegen Velofahrer am Herz: Bei Pro Velo Thun konnten für alle Rücktritte eine Lösung gefunden werden. Bild: Guido Lauper

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«Als die Rücktritte angekündigt wurden, machte ich mir ein bisschen Sorgen», sagte Vereinspräsident René Lüthi. Doch diese ­waren unbegründet. Für die scheidende Kassierin Anita Kreuz Daet­wyler wurde Anita Stauffer gewählt, und anstelle von Lilli Huber übernimmt Lilli Renfer das Sekretärinnenamt. Miriam Graf zieht als Beisitzerin ebenfalls neu in den Vorstand ein. So war es nur noch eine Randnotiz, als René Lüthi ankündigte, er werde in einem Jahr zurücktreten, ein Nachfolger sei bereits in Sicht.

Weil seit Jahren immer wieder ein negatives Budget aufgestellt wird, das dann knapp nicht eintrifft, analysierte der Vorstand die Situation. Von den 30 Franken, die der Jahresbeitrag für ein Einzelmitglied kostet, gehen ­circa 28 Franken an Pro Velo Schweiz und Pro Velo Kanton Bern. In diesem Betrag ist das Velojournal inbegriffen. Das heisst, für alle anderen Vereinsaufgaben muss Geld aus den Aktivitäten, wie Velobörse und Fahrkurse, eingesetzt werden. Um dies zu ändern, beschloss die Versammlung, die Mitgliederbeiträge um 10 Franken anzuheben. Nur der Beitrag der Lehrlinge und Studenten bleibt gleich.

Was sieht ein Buschauffeur?

Die STI organisierte bei den Werkstätten einen Gelenkbus und ermöglichte so den Mitgliedern von Pro Velo einen Perspektivenwechsel. Jeder und jede setzte sich interessiert auf den Sitz des Chauffeurs und sah, was ein Busfahrer sieht oder eben auch nicht sieht, wenn Velos herumkurven und er mit seinem langen Gefährt in der Stadt unterwegs ist. Erich Seiler, Betriebschef STI, zeigte mit Markierungen an, wie viel Abstand ein Bus zum Trottoir haben muss, um gefahrlos ein Velo überholen zu können, es sind 1,6 Meter.

Gleich viel schwenkt das Heck in den Kurven aus. Die STI prüft gegenwärtig die Anschaffung von noch längeren, bis 21 Meter langen Gelenkbussen. Diese benötigen noch mehr Platz. Noch schnell an einem Bus vorbeifahren, der bereits eingeschwenkt hat, ist deshalb sehr gefährlich, die Demonstration zeigte dies eindrücklich. (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 04.05.2016, 07:58 Uhr

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