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Abbruch der Baracke hat begonnen

Bis Ende Monat soll die alte Schulbaracke an der Äusseren Ringstrasse abgebrochen werden. An deren Stelle ist eine umzäunte ­Magerwiese geplant.

Der Abbruch hat begonnen: Seit gestern nehmen Arbeiter die Seefeld- Baracke, die auch belastete Teile enthält, auseinander.
Der Abbruch hat begonnen: Seit gestern nehmen Arbeiter die Seefeld- Baracke, die auch belastete Teile enthält, auseinander.
Patric Spahni

Die Stadt setzt ihr Vorhaben in die Tat um: Seit Montag sind Mitarbeiter der Firma Isenschmid daran, die über vierzigjährige Baracke an der Äusseren Ringstrasse, die über zwanzig Jahre als Schulhaus diente, auseinanderzunehmen.

Bevor die Arbeiter mit gröberem Gerät auffahren, entfernen derzeit Schadstoffspezialisten einzelne belastete Objekte, wie der zuständige städtische Projektleiter, Kurt Borner, gegenüber dieser Zeitung ausführte. Dazu gehörten eine asbesthaltige Platte sowie die Fenster, welche mit einem schadstoffhaltigen Glaskitt versehen seien.

«Bei all diesen Arbeiten werden aber keine Schadstoffe in die Umwelt gelangen», sagte Borner gegenüber dieser Zeitung. Dass die Arbeiter gestern dennoch Schutzkleider und Masken getragen hätten, sei eine reine Vorsichtsmassnahme.Ein Schadstoffgutachten hatte im vergangenen Juni keine gesundheitsschädigenden Stoffe im oder am Gebäude ausgewiesen.

Bis Ende November fertig

Bis Ende November werden nicht nur die Baracke selber, sondern auch die anderen Gebäude auf dem Areal wie der Gartenschopf, aber auch das Elektrische und die Kanalisation zurückgebaut. Damit die angrenzenden Bäume an der Äusseren Ringstrasse keinen Schaden nehmen, werden diese speziell verkleidet. Bei einem einzelnen Baum, der sich sehr nahe am Gebäude befindet, besteht laut Kurt Borner hingegen keine Gewähr, dass er stehen bleiben kann.

Sind die Arbeiten einmal abgeschlossen, will die Stadt auf dem Areal eine Magerwiese anlegen und diese mit einem Drahtzaun umgeben. In drei bis vier Jahren soll schliesslich ein neuer Doppelkindergarten gebaut werden.

Der zuständige Gemeinderat Konrad Hädener rechnet derzeit mit Kosten von maximal 45'000 Franken für alle Abbruch­arbeiten.

Angesprochen auf den Grund, weshalb damit nicht bis zum Start des Neubauprojekts zugewartet worden sei, sagt Hädener: «Seit der Schliessung der Schule gab es mehrere Einbrüche, Nachbarn stellten zudem eine Szenebildung im Garten hinter dem Gebäude fest.» Dies und andere praktische Gründe hätten die Stadt zu diesem Schritt bewogen.

Unrühmliche Geschichte

Dem jetzigen Abbruch des Gebäudes geht eine lange Geschichte voraus: Der desolate Zustand der Baracke gab im Quartier schon seit Jahren zu reden. Nach der Kündigung einer beliebten Lehrkraft im vergangenen Frühling gingen die betroffenen Eltern auf die Barrikaden und wandten sich mit Forderungen und Fragen an die Stadt. Eine Konsequenz daraus waren unter anderem das erwähnte Schadstoffgutachten, aber auch eine interne Aufarbeitung der Ereignisse.

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