Acht Gemeinden wollen soziale Brennpunkte gemeinsam angehen

Seftigen

Im westlichen Verwaltungskreis Thun soll das Verantwortungsbewusstsein gestärkt werden.

<b>Vandalismus ist einer der sozialen Brennpunkte,</b> von denen auch die Gemeinden auf dem Land betroffen sind. Im Bild die Schäden, die mutwillig auf dem Spielplatz Musterplatz in Wattenwil angerichtet wurden.

Vandalismus ist einer der sozialen Brennpunkte, von denen auch die Gemeinden auf dem Land betroffen sind. Im Bild die Schäden, die mutwillig auf dem Spielplatz Musterplatz in Wattenwil angerichtet wurden.

(Bild: PD)

Vandalismus, Littering, Mobbing an der Schule oder die Vereinsamung alter Menschen sind nur vier der sozialen Brennpunkte, welche die politisch Verantwortlichen im Westen von Thun seit einiger Zeit beschäftigen.

Damit die anstehenden Probleme über die Gemeindegrenzen hinaus diskutiert und in Zukunft auch angegangen werden können, haben sich die Mitglieder der Kommission Regionale Sozialbehörde der Region Wattenwil (KRSB) dazu entschieden, einen gemeinsamen Weg zu gehen.

In der Kommission sind Delegierte aus den Gemeinden Blumenstein, Burgistein, Forst-Längenbühl, Gurzelen, Pohlern, Seftigen, Uebe­schi, Wattenwil vertreten.

Unterschiedliche Wahrnehmung

«Soziale Probleme sind grenzübergreifend, werden jedoch von den Bürgerinnen und Bürgern unterschiedlich wahrgenommen», sagt Annemarie Kofler, Sozialvorsteherin von Wattenwil und Präsidentin der KRSB, gegenüber dieser Zeitung.

Das Anliegen der Mitglieder der regionalen Sozialbehörde ist es deshalb, die anstehenden Probleme in einem erweiterten Kreis zu diskutieren und damit die Interessierten für das Thema zu sensibilisieren. Dafür findet am 3. Mai in Seftigen die überregionale Veranstaltung «Fürenand-mitenand – für eine gesunde Dorfgemeinschaft» statt.

Akteure sollen miteinander reden

Das Ziel dieser ersten gemeinsamen Veranstaltung ist es, Akteure aus Politik, Freiwilligenarbeit, Vereinen und aus der Nachbarschaft in einen Dialog zu bringen und miteinander zu vernetzen. Gleichzeitig soll über mögliche Ursachen und Lösungswege diskutiert werden. Moderiert wird der Anlass von der Supervisorin Claudine Aeberli.

Als Grundlage für die Diskussion dient der Fachinput «Soziale Brennpunkte» von Ueli Mäder, Professor für Soziologie. Kurzreferate von Vertreterinnen und Vertretern aus sechs Institutionen über Probleme aus der Praxis sowie ein Austausch über Erfahrungen in den Gemeinden und der Nachbarschaft bieten die Grundlage für die rund 60 Teilnehmenden.

Gemeinschaftssinn in der Region stärken

Die gemeinsamen Brennpunkte erkennen, gegenseitiges Verständnis für die anstehenden sozialen Probleme und Aufgaben fördern, Synergien erkennen und die Motivation für eine weitere Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinaus fördern und stärken.

Diesen Mehrwert möchten die Mitglieder der Sozialbehörde Wattenwil an dem Anlass erreichen: «Wir möchten die Anwesenden ermutigen, an relevanten Themen zu arbeiten und als Funktionsträger und als Privatpersonen noch mehr Verantwortung für die gesellschaftlichen Anliegen zu übernehmen», so Annemarie Kofler weiter.

Die Eröffnung dieser neuen Perspektiven für eine zukünftige Zusammenarbeit soll zudem den Gemeinschaftssinn in den einzelnen Gemeinden und für die ganze Region stärken.

Thuner Tagblatt

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