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Alte Oele investiert in die Zukunft

Drei Monate lang wurde im Theater Alte Oele gestrichen, gebaut und ver­ändert. Mit einer neuen Licht- und Tonanlage und weiteren Neuerungen möchte das Theater seine Zukunft sichern.

Renato Kaiser ist im Februar in der Alten Oele zu Gast.
Renato Kaiser ist im Februar in der Alten Oele zu Gast.
Raphael Moser
Bänz Friedli macht im Mai 2019 den Abschluss der Oele-Saison.
Bänz Friedli macht im Mai 2019 den Abschluss der Oele-Saison.
Patric Spahni
Gerhard Tschan präsentiert im November sein neues Programm «Getönt».
Gerhard Tschan präsentiert im November sein neues Programm «Getönt».
PD
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«Wir streben vor allem nach einer Erneuerung und technischen Aufwertung», sagt Daniel Gerber, Präsident der Genossenschaft Theater Alte Oele. Nach drei Monaten intensiver Arbeit startet das Theater bald in die Saison und erstrahlt dabei in neuem Glanz: Die Wände wurden neu gestrichen, Stühle ergänzt, der Bühnenboden abgeschliffen und lackiert, und die Balustrade entspricht nun den neusten Sicherheitsstandards.

Eine der grössten Veränderungen erlebte jedoch die Technik im Kleintheater. «Die Ton- und Lichtanlagen sind komplett neu und damit auch auf dem neusten Stand», sagt Marcel Wyler, Leiter des Spielbetriebs. Diese Veränderungen sind aber nur ein erster Schritt. «Nach dieser Saison möchten wir unseren Internetauftritt neu gestalten, während des Spielbetriebs ist dies nämlich nicht möglich», sagt Daniel Gerber.

Mehr Möglichkeiten

Insgesamt werden rund 450'000 Franken in die Renovation und die Erneuerung des Theaters Alte Oele investiert. «Einen Teil davon bezahlen wir selber, der Förderverein des Theaters trägt 130'000 Franken dazu bei, und wir haben vom Lotteriefonds die Zusage für 121'000 Franken erhalten. Ausserdem sind wir noch auf der Suche nach weiteren Geldgebern, darunter auch die Stadt Thun», erklärt Daniel Gerber.

Ungefähr 150'000 Franken davon fliessen in Sicherheitsmassnahmen. «Wir haben uns freiwillig für eine Begutachtung entschieden und erneuern deshalb die gesamte Sicherheitsinfrastruktur», sagt Marcel Wyler. «Wir wollten alles aufs Mal machen, da sich seit dem Bau der Alten Oele vor 28 Jahren die Normen verändert haben und wir die Sicherheit in ein paar Jahren so oder so auf den neusten Stand bringen müssten.»

Das Highlight der «moderneren» Alten Oele sei aber die Licht- und Tonanlage, die ganz neue Möglichkeiten schafft. «Die Technik war nämlich ein bisschen in die Jahre gekommen. Mit den neuen LED-Schein­werfern und der Tontechnik kann alles von einem Pult aus gesteuert werden. Die neue Technik braucht ausserdem weniger Strom, und wir können dank der Modernisierung jetzt beispielsweise auch zusätzliche Businessanlässe durchführen», sagt Wyler. Ideen, wie die Neuerungen sonst noch eingesetzt werden können, gibt es auch schon.

Guter Mix

In dieser Saison erwartet die Besucherinnen und Besucher zudem das erste vom neu zusammengestellten Programmausschuss erstellte Programm (siehe Kasten). «Wir haben ganz junge Kunstschaffende, die noch gar nicht in der Masse angekommen sind, viele lokale Künstlerinnen und Künstler, Lesungen und bekannte Gäste wie Bänz Friedli oder Gülsha Adilji», sagt Sarah Christener, Marketingverantwortliche der Alten Oele.

Seit ­August gilt ausserdem der neue Leistungsvertrag mit der Stadt Thun, der bis 2022 mit einer ­jährlichen Unterstützung von 65'000 Franken Sicherheit in der Betriebsplanung und Programmgestaltung bieten soll. «Das Theater lebt nicht nur von Subventionen. Wir sind also auch betriebswirtschaftlich gefordert und auf gute Besucherzahlen angewiesen», ergänzt Daniel Gerber.

Mit dem Programm sollen, wie bereits in der letzten Saison, vermehrt auch junge Menschen angesprochen werden. «Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre können die Vorstellungen weiterhin gratis besuchen. Wir möchten beim Programm einen Mix anbieten, der ­alle Altersklassen anspricht. Denn am spannendsten ist es, wenn das Publikum möglichst durchmischt ist», sagt Daniel Gerber. «Wir möchten mit dem Programm die lokale Zusammenarbeit unterstreichen», sagt Sarah Christener. «In der letzten Saison haben wir mit insgesamt 12'111 Besucherinnen und Besuchern eine Bestzahl erreicht, und wir hoffen, dass es in dieser Saison ähnlich aussieht.»

Der Einzelbillett-Vorverkauf läuft seit Mittwoch. Tickets können entweder telefonisch oder via Website des Theaters Alte Oele bestellt werden. www.theateralteoelethun.ch

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