Am Generationenfestival ist der Name Programm

Am Freitag und am Samstag fand das zweite Generationenfestival in Thun statt – und war ein voller Erfolg.

  • loading indicator

«Es ist sehr aussergewöhnlich, so viele verschiedene Menschen an einem Festival zu sehen, ohne dass es seltsam wirkt», sagt Angela Stadler, Chefin und Inhaberin von dap Tanz- und Bewegungszentrum. «Die Stimmung ist einfach schön. Es ist gut organisiert, und auch die Location ist sehr gut.» Am Freitag und am Samstag fand auf dem Areal des Gymnasiums Seefeld die zweite Ausgabe des Generationenfestivals des Vereins «und» das Generationentandem statt.

Auch dieses Mal wurde auf ein bewährtes Rezept gesetzt: ein extrem vielfältiges Programm, das sowohl Jung als Alt anspricht und das den einen oder anderen für Neues begeistern kann. Von Daniela und Alexandre Dubach über Baspa Ricardo bis hin zu Knackeboul deckten auch die Konzerte wieder eine sehr breite Palette der Geschmäcker ab.

«Was mich sehr überraschte und Heimatgefühle weckte, war der Auftritt von Trummer & Stoller. Ich komme aus dem Frutigtal und bin es einfach nicht gewohnt, Songtexte, gesungen im Frutigtaler Dialekt, zu hören», schwärmt die 37-jährige Sandra Fähndrich. Aber auch der Workshop des Kunstmuseums Thun «Frame It!» hat ihr gut gefallen. Dort hat sie gemeinsam mit anderen Festivalbesuchern mitgeholfen, eine Kunstausstellung zu schaffen. «Unser Workshop lehnt sich stark an unsere aktuelle Sophie-Calle-Ausstellung an. Wir geben den Besuchern Spielregeln vor. Sophie Calles Kunst richtet sich ebenfalls nach gewissen Regeln», erklärt Olivia Notaro, Kunstvermittlerin am Kunstmuseum Thun.

Im Verlauf des Samstags ist so eine Kunstausstellung mit Objekten entstanden, die die Festivalbesucher aus Kunstkatalogen und Verpackungsmaterial herstellten. «Die Teilnehmenden können so jeden Schritt bis zur tatsächlichen Ausstellung durchspielen. Nach der Vernissage können unsere Kunstschaffenden ihre Werke mit nach Hause nehmen», sagt Notaro.

Feierliche Stimmung

«Natürlich haben wir auch sehr viel gegessen. Vor allem Crêpes mit Nutella sind bei meinen Enkeln sehr beliebt.»Max Niederhauser (68), Besucher

Andere Besucher kamen eher, um etwas mit ihren Kindern oder Enkeln zu erleben. «Ich hüte gerade meine beiden Enkel, und mein Schwiegersohn hat mich auf dieses Festival aufmerksam gemacht», sagt Max Niederhauser, der 68 Jahre alt ist. «Wir haben fast jedes Konzert gehört, und ich habe auch ein bisschen getanzt. Natürlich haben wir auch sehr viel gegessen. Vor allem Crêpes mit Nutella sind bei meinen Enkeln sehr beliebt.»

Selbst die Helfer sind vom Festival und von der Stimmung begeistert. «Ich bin erst seit zwei Wochen Mitglied im Verein und finde das Festival eine wirklich gute Sache», sagt Helen Zita Schlatter, die schon länger nach einer passenden Organisation für freiwillige Arbeit gesucht hat. «Die Stimmung ist feierlich.»

Für jeden Geschmack

Egal, ob der Nachtflohmi, die Dubach-Geschwister an Klavier und Geige, Iris Kochers Chlämmerlibühni oder Knackeboul mit ­seinem Loopgerät Gudrun, am Generationenfestival fand sich für jeden Geschmack etwas. «Am Generationenfestival kommt man mit so vielen verschiedenen Leuten ins Gespräch. Das gefällt mir richtig gut», sagt Isabelle Reusser, Clubverantwortliche der Zauberlaterne in Thun. «An diesem Festival ist Generation nämlich nicht nur ein Schlagwort.»

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt