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«Amerikanisches Quartett» zum Abschluss

Der aktuelle Zyklus der Jahreszeitenkonzerte in der Kirche Blumenstein neigt sich dem Ende zu. Im Zentrum des Konzerts vom Sonntag ist Dvoáks «Amerikanisches Quartett».

Am Sonntag findet das nächste Jahreszeitenkonzert in der Kirche Blumenstein statt (Archivbild).
Am Sonntag findet das nächste Jahreszeitenkonzert in der Kirche Blumenstein statt (Archivbild).
Doris Bussmann

«Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammenklauben.» Dieses Zitat von Johannes Brahms ziert die Homepage von Jahreszeiten-konzerte.ch. Beim «Kerl», der Brahms so beeindruckt hat, handelt es sich um keinen Geringeren als Antonín Dvoák.

Die Werke des tschechischen Komponisten haben auch knapp 120 Jahre nach seinem Tod nichts von ihrer Faszination verloren, und so erstaunt es nicht, dass der am kommenden Sonntag zu Ende gehende Zyklus der Jahreszeitenkonzerte 2019/20 in der Kirche Blumenstein Dvoák gewidmet ist. Am Sonntag, 26. Januar, steht das Streichquartett «Amerikanisches Quartett» in F-Dur, Op. 96, im Zentrum des Konzerts. Der Beiname des Werks bezieht sich einerseits auf den Entstehungsort. Im Sommer 1893 liess Dvo?ák die hektische Atmosphäre New Yorks hinter sich, wo er seit September als Direktor des Nationalen Musikkonservatoriums tätig war, und reiste ins naturnahe Spillville – ein kleines Städtchen in Iowa, bewohnt von den Nachkommen tschechischer Emigranten.

Die Stimmung war ausgelassen – von der Natur umgeben, die Gastfreundschaft der Einheimischen geniessend und in Gesellschaft aller seiner Kinder, die in diesem Sommer aus Europa nachgereist waren. In rund zwei Wochen hat der Komponist sein Werk fertiggestellt, in dem er viele typische Elemente der afroamerikanischen Musik aufgegriffen hatte, worauf sich der Beiname «Amerikanisches Quartett» ebenfalls bezieht.

Brahms und derspanische Mozart

Daneben werden zwei weitere Werke zur Aufführung gebracht: Zu Beginn erklingt das Streichquartett Nr. 1 von Juan Criso?stomo de Arriaga, der auch als der spanische Mozart bekannt ist. Aber nicht., weil er auf den Tag genau 50 Jahre später als Mozart zur Welt kam, sondern weil er ebenfalls als Wunderkind galt. Den Abschluss macht schliesslich das Klarinettenquintett in h-Moll, Op. 115, von dem Johannes Brahms glaubte, dass es seine letzte Komposition werde.

Jahreszeitenkonzert in der Kirche Blumenstein: Sonntag, 26. Januar, 17 Uhr. Die Musikerin und Musiker: Miquel Ramos Salvadó, Klarinette; Dmitry Smirnov, Violine; Mikayel Zakaryan, Violine; Mathis Rochat, Viola; Mirjana Reinhard, Cello.

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