Amsoldingen

Auch Amsoldingen hat Stimmen falsch ausgezählt

Amsoldingen In der Landgemeinde bei Thun wurden 50 Nein-Stimmen zum Transitplatz Wileroltigen fälschlicherweise auf den Ja-Stapel verlegt.

Wie Lauperswil im Emmental muss nun auch Amsoldingen einen Fehler bei der Stimmenzählung korrigieren. Foto: Patric Spahni

Wie Lauperswil im Emmental muss nun auch Amsoldingen einen Fehler bei der Stimmenzählung korrigieren. Foto: Patric Spahni

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Auch in der Gemeinde Amsoldingen bei Thun passierte am Abstimmungssonntag bei der Auszählung der Stimmen für den Transitplatz Wileroltigen eine Panne. «50 Stimmzettel mit einem Nein gerieten irrtümlicherweise auf den Stapel der Ja-Stimmen», erklärt heute Morgen auf Anfrage Gemeindepräsident Stefan Gyger (SVP). Das richtige Resultat laute 134 Nein gegen 110 Ja-Stimmen. Auch Amsoldingen hat also wie die meisten Berner Landgemeinden den Kredit für den Transitplatz abgelehnt.

Am Sonntag Abend hatte die Gemeinde noch nach Bern durchgegeben, dass der Transitplatz angenommen worden sei. In der eher konservativen und ländlichen Gemeinde sei das eine Überraschung, sagte Gemeindepräsident Gyger gestern Montag zu dieser Zeitung. «Die Nachzählung von gestern Abend deckte dann den Fehler auf», fügt Gyger nun an. Man habe das korrigierte Resultat nun heute Morgen an die Staatskanzlei in Bern weitergeleitet.


Das falsche Resultat vom Sonntagabend: 160 Ja zu 84 Nein. Richtig gezählt sagt auch Amsoldingen Nein zum Transitplatz. Karte: Tamedia/Screenshot

Dass in Amsoldingen nachgezählt wurde, hat auch damit zu tun, dass gestern im emmentalischen Lauperswil ein Fehler korrigiert werden musste. Wie diese Zeitung als erste vermeldete, wurden in der Gemeinde Ja- und Nein-Stimmen vertauscht. Auch Lauperswil wartete also doch nicht mit einer Überraschung auf, sondern gehört ins Nein-Lager.

Wasserdicht ist das überraschende Votum für den Transitplatz Wileroltigen aber in der Oberaargauer Gemeinde Rohrbachgraben. Wie Gemeindeschreiber Christian Iseli heute Morgen noch einmal bestätigte, haben tatsächlich 73 Gemeindebürger den Transitplatz angenommen, 56 haben ihn abgelehnt. «Weil das Resultat unerwartet war, haben wir schon am Sonntagabend nachgezählt», erklärt Iseli.

Erstellt: 11.02.2020, 09:09 Uhr

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