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Baisse bei den Zuschauerzahlen – bringt die Rückrunde den Umschwung?

Im letzten Spiel der Vorrunde am Sonntag gegen YB (2:3) resultierte zwar die höchste Zuschauerzahl für den FC Thun. Trotzdem konnte auch das Derby den deutlichen Einbruch des Besucherdurchschnitts nicht verhindern.

Die Fans sorgen im Derby gegen YB für Stimmung in der Stockhorn-Arena. Insgesamt besuchten aber deutlich weniger Supporter als in der Vorsaison die Heimspiele des FC Thun.
Die Fans sorgen im Derby gegen YB für Stimmung in der Stockhorn-Arena. Insgesamt besuchten aber deutlich weniger Supporter als in der Vorsaison die Heimspiele des FC Thun.
Patric Spahni

Das Positive vorweg: Die Soli­daritätswelle für den FC Thun ebbt nicht ab. Bis am Dienstag gingen beim Super-League-Klub, der sich in argen Finanznöten befindet, 723 123 Franken ein. Wenig Freude bereitet den Verantwortlichen hingegen der Blick auf die Zuschauerzahlen – dort schlägt die Solidarität nicht im gewünschten Ausmass durch. 5271 Fans besuchten im Durchschnitt die neun Heimspiele in der am Sonntag gegen YB beendeten Vorrunde der Saison 2016/2017.

Das unglücklich 2:3 verlorene Derby bescherte dem FC Thun mit 7247 Zuschauern immerhin den bisherigen Saisonbestwert. Doch im Vergleich mit der Vorsaison sank der Schnitt um fast 800 Besucherinnen und Besucher pro Match. Der aktuelle Wert liegt noch um 57 Supporter unter demjenigen der Saison 2012/2013 – der zuschauermässig bisher schlechtesten Spielzeit seit dem Bezug der Stockhorn-Arena im Sommer 2011.

Umstände kamen dem FC Thun nicht entgegen

Allerdings gibt es durchaus Erklärungen für den Rückgang. Schon Anfang November hatte FC-Thun-Präsident Markus Lüthi gegenüber dieser Zeitung mehrere Gründe ausgeführt. Einige betreffen nicht explizit die laufende Spielzeit. Etwa, dass alle Super-League-Spiele via Swisscom TV live in die warme Stube flimmern.

Oder die unattraktiven Anspielzeiten, vor allem am Sonntag um 13.45 Uhr. Hier wird es im Hinblick auf die nächste Saison Anpassungen geben – am Sonntag gilt dann nur noch Anspielzeit 16 Uhr.

Hinzu kommen Umstände, die speziell für die aktuelle Vorrunde gelten: Dass gleichzeitig mit dem Spiel gegen Zuschauermagnet Basel die Entscheidung am Eidgenössischen Schwingfest anstand, hat den FC laut Lüthi allein in diesem Match bis zu 3000 Besucher gekostet – 5793 Fans gegen den FCB sind im langjährigen Vergleich ein absoluter Tiefstwert. Der Match gegen Lugano fand gleichzeitig mit dem Thuner Ausschiesset statt, das Derby gegen YB war in der Dezemberkälte angesetzt und im Free-TV zu sehen.

Trotz Rückgang: FCT auf Rang 6 der Zuschauerrangliste

Und schliesslich ist der FC Thun nicht der einzige Super-League-Klub, der rückläufige Zuschauerzahlen verbuchen musste: Beim FC Basel etwa kamen gut 1600 Fans weniger als in der Vorsaison, bei St. Gallen beträgt der Rückgang ebenfalls über 1000. Massiv ist der Rückschlag bei GC von 6461 auf 4867.

Das ist eine Folge davon, dass Aufsteiger Lausanne als Gegner weniger attraktiv ist als Absteiger FC Zürich. Einzig YB und Sion verzeichneten ein Plus gegenüber dem Schnitt der letzten Spielzeit. Inshegesamt betrug der Rückgang im Schnitt 719 Zuschauer pro Super-League-Spiel – der FC Thun liegt mit einem Minus von 796 pro Match nur unwesentlich über dem Durchschnitt. Erstaunlich: In der Zuschauerrangliste der Super League liegt der FCT auf Platz 6 – vor GC, Lausanne, Vaduz und Lugano.

«Wollen budgetierten Ertrag für die Rückrunde erreichen»

Das alles relativiert den Rückgang in Thun ein Stück weit. Trotzdem sagt Joël Kissling, als Leiter Kommerz Mitglied der Geschäftsleitung des FC Thun: «Wir können mit den Zuschauerzahlen nicht zufrieden sein. Von den neun Heimspielen sind sieben unter Budget.»

«Von den neun Heimspielen sind sieben unter ­Budget.»

Joël Kissling, FC Thun

Ohne genaue Zahlen zu nennen, erklärt Kissling: Frankenmässig seien die Spiele gegen Basel, St. Gallen und YB am stärksten betroffen. Joël Kissling hofft auf einen Umschwung und höhere Zuschauerzahlen im neuen Jahr: «Wir wollen den ursprünglich budgetierten Ertrag für die ­Rückrunde erreichen.» Dies solle mit Promoaktionen, speziellen Rückrundenkarten sowie diversen Aktivitäten vor Ort erreicht werden.

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