Bauabschrankung weicht Holzgeländer

Thun

Die Bauabschrankungen bei der Bahnhofbrücke weichen Holzgeländern; der Fussgängerstreifen kommt nicht mehr zurück.

Die bestehenden Abschrankungen sollen durch Holzgeländer für Fussgänger ersetzt werden.

Die bestehenden Abschrankungen sollen durch Holzgeländer für Fussgänger ersetzt werden.

(Bild: Marco Zysset)

Marco Zysset@zyssetli

Auch wenn die grossen Strassenbaustellen rund ums Schloss derzeit ruhen, das Schlossberg-Parking jetzt eröffnet, das Parkleitsystem in Betrieb ist: Es ist noch lange nicht alles im grünen Bereich in Sachen Autoverkehr in der Thuner Innenstadt. «Grosse private Baustellen auf der Aarestrasse, der Burgstrasse und der Bernstrasse und der damit verbundene Baustellenverkehr erschweren den Verkehrsfluss nach wie vor», schreibt die Stadt in einer Mitteilung.

Trotzdem ist sie der Ansicht, dass sich die Verkehrsverhältnisse in der Innenstadt und auf zuvor stark belasteten Ausweichrouten mit dem Abschluss der ersten intensiven Bauetappe «erwartungsgemäss entspannt» haben.

Weiterhin kein Fussgängerstreifen

Gerade weil der Verkehr aber immer noch nicht frei fliessen kann, sollen flankierende Massnahmen, die sich während der Bauetappe 2018 bewährt haben, temporär weitergeführt werden. Namentlich die temporäre Aufhebung des Fussgängerstreifens auf der Bahnhofbrücke habe «wesentlich zur Verflüssigung des Verkehrs und zur Entlastung des Maulbeerkreisels» beigetragen, schreibt die Stadt.

Der Streifen bleibt deshalb aufgehoben. Die rot-weissen Baustellenabschrankungen werden temporär durch eine unauffälligere Fussgängerführung ersetzt. «Wir lassen hölzerne Geländer montieren», antwortet der zuständige Gemeinderat Konrad Hädener (CVP) auf Nachfrage dieser Zeitung, was «eine unauffälligere Fussgängerführung» konkret bedeute.

Bereits laufen im Hintergrund die Planungsarbeiten für die definitive Strassenraumgestaltung auf der Brücke. Wie 2015 angekündigt, ist eine flächige Querung für Fussgänger geplant, ähnlich jener auf der Achse Kuhbrücke–Allmendbrücke oder der Bahnhofstrasse. Zudem kann die Verkehrsfläche verschmälert werden. «Das flächige Queren hat sich bewährt», sagt Hädener. «Der Verkehr läuft flüssig, wohingegen er mit Fussgängerstreifen sofort ins Stocken gerät, weil jeder einzelne Fussgänger Vortritt hat.» Ziel ist, dass das definitive Regime ab Sommer 2019 umgesetzt werden kann.

Busse bleiben im Süden

Auch die Verlegung der Haltestellen der Buslinien 2, 3 und 5 vom Bahnhofplatz auf die Rückseite des Bahnhofs an die Seefeldstrasse habe während der Bauetappe 2018 «wesentliche Entlastung des Maulbeerkreisels um 40 Busbewegungen in jeder Stunde» bewirkt, schreibt die Stadt. Sie stellt zwar fest, dass die STI-Fahrgäste «unvorteilhafte Umsteigebeziehungen in Kauf nehmen» mussten, ist aber der Meinung, dass die Buspassagiere auf diesen drei Linien während der Baustellensaison «auf eine gute Fahrplanstabilität zählen» konnten. Deshalb ist die Massnahme auch für die Bauetappe 2019 vorgesehen.

Weil die Winter-Baupause kürzer ausfällt als ursprünglich geplant und die Bauarbeiten bereits im März wieder losgehen, hat die Stadt Thun in Rücksprache mit der STI entschieden, die Haltekanten der Linien 2, 3 und 5 vorläufig an der Seefeldstrasse zu belassen. Vorläufig aufgehoben bleibt auch die STI-Haltestelle «Lauitor» stadtauswärts, da dort haltende Busse aufgrund der aktuellen Haltestellengeometrie den abfliessenden Verkehr aus der Oberen Hauptgasse behindern. Mit der definitiven Gestaltung des Lauitorkreisels im Sommer 2019 soll die Situation korrigiert werden. Die STI-Haltestelle «Lauitor» stadteinwärts wird ab 3. Dezember wieder normal bedient.

Thuner Tagblatt

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