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BLS kämpft gegen die Seeabsenkung

Für die BLS Schifffahrt ist der Winterbetrieb ein wichtiger Faktor geworden. Wird der Pegel des Thunersees abgesenkt, müssen die Kursschiffe im Hafen bleiben. Nun will die BLS die ausserordentliche Seeabsenkung verhindern.

Claude Merlach, Leiter BLS Schifffahrt, spricht sich gegen die Absenkung des Thunersee-Pegels aus. Video: Marco Zysset

Im vergangenen Winter hätte die BLS Schifffahrt 21 Prozent mehr Passagiere befördert als im Vorjahr – und damit heute mehr Passagiere befördert als 2015 zur gleichen Zeit. Nun versucht das Transportunternehmen mithilfe eines Umweltberichts zu belegen, dass die ausserordentliche Seeabsenkung auf 557,0 Meter über Meer auf Flora und Fauna mehr negative Folgen hat als ein Verzicht darauf.

Allerdings sagte Bernhard Schudel vom Amt für Wasser und Abfall schon im letzten Winter: «Ohne Regulierung der Abflussmengen wäre der Thunerseepegel grundsätzlich im Sommer hoch und im Winter tief – so, wie wir das von unregulierten Seen wie dem Bodensee kennen.» Ein Seepegel, der in den Jahreszeiten schwankt, sei näher am natürlichen Zustand als ein Pegel, der stets ähnlich hoch gehalten werde.

Laut Suzanne Albrecht, Präsidentin von Pro Natura Region Thun, können sich Wasservögel, die hier überwintern, «meist gut anpassen». Laut Claude Merlach soll der Umweltbericht bis Ende 2017 vorliegen. Die nächste ausser­ordentliche Seeabsenkung, die primär zur Instandhaltung von Bauten am Ufer dient, steht 2020 an.

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