Blumen für Gäste und Märtfahrer

Grindelwald

Ein Tag nach Mass: Der traditionelle grosse Grindelwald-Markt am ersten Montag im Oktober verlieffriedlich und wohlgeordnet.

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Clown Tütü wanderte diesen Sommer als Privatmann Claudio Zgraggen in Grindelwald und fand es so schön, dass er gern am grossen Herbstmarkt teilnehmen wollte. Er fragte an und erhielt einen Platz zugeteilt, an dem er seine Ballonblumen formen und anbieten konnte. Sie fanden Zuspruch, und so schwebten hin und wieder bunte Blumen durch die Dorfstrasse, neben den üblichen kommerziellen Glanzballons, die auf Märkten jeweils bündelweise vorkommen.

Um fünf Uhr reisten die ersten Marktfahrer an. Auf dem Bärplatz gruppiert sich jeweils ein Land- und Strassenmaschinenangebot, Kinder können dort Trampolin springen.

«Ein guter Markt»

Auf der Dorfstrasse reiht sich auf beiden Seiten Stand an Stand. Manchmal sind es die einheimischen Verkaufsgeschäfte, die ein wohlüberlegtes Angebot Richtung Strasse präsentieren, dazu kommen traditionelle Marktfahrer mit Seifen, Früchten und Gemüse, Gürteln und Seilen, Schuhen und Glocken, Magenbrot und Krachmandeln. Es gibt Silberschmuck und Förmchen für Weihnachtsgebäck, Seidenschals, Würste und Absinth. «Grindelwald ist für uns ein guter Markt», sagt Jan Ringgenberg von Puralpina Frutigen. Munggensalbe gegen Gicht und anderes hat im Berggebiet Tradition, und die feinen Trockenwürste, die am Märt neben Alpkäse auch von einheimischen Landwirten zu haben waren, lassen sich mit den angebotenen Hobeln gut schneiden. Was es nur in Grindelwald gibt, ist ein Karussell mit wunderschönen Pferdchen, Kutschen und Schwänen. Es gehört der Musikgesellschaft Grindelwald, ist in der kleinen Scheune beim Golfplatz gelagert und wird eigentlich nur am Grindelwalder Märt beim Minigolfplatz aufgestellt. «Leider sind uns am Vorabend Schwäne gestohlen worden», erzählt Walter Zwald, der das Karussell betreiben half.

Sehr friedlich

Sonst aber verlief der Märt friedlich. Der für die Sicherheit zuständige Gemeinderat Urs Zumbrunn verteilte auf Anfrage seinerseits Blumen. «Man hat mir gemeldet, dass es am Morgen selten so friedlich zugegangen ist wie heute», sagte er. Die Marktfahrer hätten die Zuteilung ihres Standplatzes akzeptiert und die Anweisungen befolgt. Es habe keine Verkehrsprobleme gegeben. Der Märt sei «ausverkauft», mehr Stände wären schon wegen der Verkehrssituation nicht möglich. Urs Zumbrunn lobte auch die gute und friedliche Stimmung der Märtbesucher, zu der auch die gute Verpflegung an vielen Ständen beitrug.

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