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Breites Angebot, doch Klassiker fehlen

Neu kann man mit dem Bibliothekspass der Stadtbibliothek auch Filme streamen. Wir haben das neue Angebot ausprobiert. Obwohl einige Klassiker fehlen, ist die Auswahl an Filmen sehr breit.

Julian Seidl
Das neue Angebot der Stadtbibliothek Thun vermag unseren Autor Julian Seidl zu überzeugen.
Das neue Angebot der Stadtbibliothek Thun vermag unseren Autor Julian Seidl zu überzeugen.
Patric Spahni

Die Bücherregale entlangschlendernd, denke ich darüber nach, welches Buch ich als Nächstes ­lesen könnte. Genauer schaue ich allerdings nicht hin, denn heute geht es mir nicht darum, Bücher auszuleihen. Mit dem Laptop in der rechten und einem heissen Kaffee in der linken Hand stehe ich vor dem roten Sofa in der Stadtbibliothek in Thun. Ich setze mich hin und mache es mir gemütlich. Dann öffne ich den Browser und suche nach der Website www.filmfriend.de. Mit dem Log-in meines Bibliothekspasses logge ich mich ein. Es öffnet sich ein neues Fenster. «Das Filmportal für Bibliotheken» steht zuoberst geschrieben.

Von Drama bis zu Actionfilm

Gerade erscheint ein erster Film: «The Imitation Game». Kaum will ich auf den Film klicken, springt schon der nächste ins Bild. Diesmal ist es «Mad Money». Bevor auch dieser wieder verschwindet, klicke ich drauf und werde sogleich auf ein neues Fenster weitergeleitet. Einige Augenblicke später habe ich eine ganze Übersicht zum Film vor mir. Es wird mir beispielsweise angezeigt, wer der Regisseur des Films ist. Ich kann mir einige Fotos ansehen und mir in Form eines kurzen Textes eine grobe Übersicht über die Handlung des Films verschaffen.

«Klingt ganz gut», denke ich mir, klicke mit der Maus auf das Fenster «Film anschauen», und schon beginnt der Streifen, den ich aber nach wenigen Minuten wieder unterbreche, um weiter herumzustöbern. Zuoberst öffnet sich ein Fenster, das mir verschiedene Genres anzeigt. Ich könnte mir Spielfilme, Dokus, Kinderserien, Krimis, Dramen, Actionfilme und vieles mehr ­ansehen.

Übersichtlicher Aufbau

Schon nach wenigen Mausklicks finde ich mich auf der Seite ganz gut zurecht. Filmfriend führt einen gezielt durch die Angebote. Will man sich eine Übersicht über die beliebtesten Filme anzeigen lassen, dann reicht ein Klick auf das Filmfriend-Logo. Natürlich suche ich nach einigen Klassikern. Doch weder Titel wie «Indiana Jones», «The Wolf of Wall Street», «James Bond» oder andere meiner Lieblingsfilme werden gefunden. «Schade», finde ich, doch sind viele dieser Filme auch auf Plattformen wie Netflix nicht verfügbar. Was nicht ist, kann ja noch werden.

Zu Hause oder unterwegs

Filmfriend startete vor gut einem Jahr in Hamburg und Berlin und hat sich bis heute über die Landesgrenzen Deutschlands ausgeweitet. So ist die Video-on-Demand-Plattform auch in einigen Bibliotheken in der Schweiz verfügbar. Dazu zählt neu ebenfalls die Stadtbibliothek Thun (vgl. Kasten). Das neue Angebot ist im Abonnement inbegriffen: Kundinnen und Kunden der Stadt­bibliothek erhalten mit ihrem Pass direkten Zugang – dies natürlich nicht nur auf dem Laptop und in der Stadtbibliothek selbst. Nein, die Plattform kann sowohl auf dem Tablet wie auch auf dem Smartphone rund um die Uhr von zu Hause oder von unterwegs aufgerufen werden. Voraussetzung ist eine Internetverbindung.

Den Preis für das Streaming-Angebot liegt ­angesichts des ­Angebots, das stetig ausgebaut wird, im Rahmen. So genehmige ich mir einen ­weiteren Kaffee und starte dann nach einigen Abstechern in verschiedene Genres doch noch «Mad Money».

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