Das Budget 2019 weist rote Zahlen auf

Heimberg

Für das kommende Jahr rechnet die Gemeinde mit einem Budgetfehlbetrag von 314000 Franken. Die Steueranlage bleibt dennoch unangetastet.

Das Budget 2019 der Gemeinde Heimberg weist rote Zahlen auf. (Symbolbild)

Das Budget 2019 der Gemeinde Heimberg weist rote Zahlen auf. (Symbolbild)

(Bild: Urs Jaudas)

«Einen Finanzplan und ein Budget zu erstellen, bedeutet immer eine gewisse Herausforderung», sagte Heimbergs Gemeinderat und Finanzvorsteher Peter Flury (SVP). Was am 3. Dezember den Stimmberechtigten der Gemeinde Heimberg unterbreitet wird, wurde am Mittwoch den Medien vorgestellt. Im Vordergrund standen dabei das Budget 2019 und der Finanzplan für die kommenden fünf Jahre.

Mit dem Voranschlag wird den Bürgerinnen und Bürgern ein Budgetfehlbetrag von 314000 Franken vorgelegt. Der gesamte Aufwand ist dabei mit 29 Millionen Franken ausgewiesen. Dies ist ein Zusammenzug der Ergebnisse aus dem allgemeinen Haushalt sowie den Spezialfinanzierungen Wasser, Abwasser und Abfall.

Flury sprach ebenso die Finanzplanung der Gemeinde bis ins Jahr 2023 an. Gemäss dieser Planung sind Investitionen von knapp 31 Millionen Franken vorgesehen. Nebst Hochwasserschutzmassnahmen und der Sanierung der Primarschule Untere Au stehen zum Beispiel der Neubau einer Mehrfachturnhalle, die Sanierung der Primarschule oder das Einrichten definitiver Bushaltestellen im Investitionsprogramm.

Die Schulden nehmen zu

«Das tönt nach viel. Ob dies alles auch ausgeführt wird, bleibt deshalb offen», so der Finanzvorsteher weiter. Und er fügte an, dass die grossen Investitionen nicht mehr aus eigenen Mitteln finanziert werden können. Daher dürfte die Fremdverschuldung von heute 15 Millionen auf etwa 27 Millionen Franken ansteigen. «Finanzpläne, die über ein Eigenkapital verfügen, sind tragbar», hielt Flury aber fest. Aktuell sind es in Heimberg 9,75 Millionen Franken.

Vorgestellt wurde am Mittwoch ebenso die Teilrevision der Gemeindeverfassung. Dabei geht es um die Zuständigkeit bei Anstellungen und Entlassungen der Lehrpersonen. Künftig wird diese von der Schulkommission an die Schulleitung übertragen. «Damit können Entscheide rascher gefällt werden», erläuterte Gemeindepräsident Niklaus Röthlisberger (SVP).

Zudem wird die Gemeindeversammlung auch über eine Revision der Unterstützung der Jugendförderung befinden. Ein Thema wird weiter die Ortsplanungsrevision sein. «Im Rahmen der Mitwirkung sind neun Eingaben eingegangen», sagte der Gemeindepräsident und erklärte, dass nach dem kürzlich erfolgten deutlichen Entscheid der Stimmbürger in Sachen Süderschliessung dieses Thema nun vom Tisch sei. Es sei jetzt lediglich Aufgabe des Gemeinderates, diesen Korridor frei zu halten.

Die Gemeindeversammlung Heimberg findet statt am Montag, 3. Dezember, um 19.30 Uhr in der Aula der Oberstufe.

Thuner Tagblatt

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