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Das Ergebnis lässt sich sehen

Die Raiffeisenbank Steffisburg weist ein Wachstum im Kerngeschäft aus. Die Bilanzsumme stieg um 2,6 Prozent auf 502,3 Millionen Franken. Die General­versammlung stand aber auch im Zeichen eines Abschieds.

Es war der letzte Auftritt von Hansueli Aebersold. Der Vorsitzende der Bankleitung der Raiffeisenbank Steffisburg geht Ende Juni in Pension. 36 Jahre hat er die Bank im Osten von Thun geführt. Es lag auf der Hand, dass die Generalversammlung am Samstag nebst der Präsentation des Jahresergebnisses ganz im Zeichen des Abschieds stand.

«Er hat die Bank mit viel Herzblut und Leidenschaft geführt, dabei standen immer die Ethik und viel Berufsstolz im Vordergrund», hielt Verwaltungsratspräsident Hans-Rudolf Zaugg fest. Ab 1. Juli wird Aebersolds lang­jähriger Stellvertreter Martin Bruppacher den Vorsitz der Bankleitung übernehmen.

Hans-Rudolf Zaugg konnte den 925 in der Expo-Halle in Thun anwesenden Genossenschafterinnen und Genossenschaftern mit dem Jahresbericht 2017 ein solides Geschäftsergebnis präsentieren. «Das Resultat lässt sich sehen», sagte er. Die Bank schliesst mit einem Jahresgewinn von 1,364 Millionen Franken ab. Gegenüber dem ­Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 2,3 Prozent (siehe Kasten).

Im Kerngeschäft, den Hypotheken, konnte die Bank wachsen und um über 5 Prozent zulegen. Die Kundenausleihungen belaufen sich auf 375,1 Millionen Franken. Gewachsen ist auch die Bilanzsumme. Sie ist um 2,6 Prozent gestiegen und wird mit 502,9 Millionen Franken ausgewiesen.

Zugenommen haben weiter die Kundengelder. Mit 448,5 Millionen Franken wuchsen diese um 3 Prozent. Wie der Verwaltungsratspräsident weiter ausführte, kann die Bank die Planung für den Ausbau des Hauptsitzes in Steffisburg nun an die Hand nehmen. «Der Frauenverein Steffisburg hat entschieden, die Liegenschaft an die Bank zu verkaufen», erläuterte Zaugg.

Mehr Mitbestimmung

«Die einzelnen Raiffeisenbanken müssen wieder mehr mitbe­stimmen können», forderte der scheidende Bankleiter Hansueli Aebersold. Er sprach damit die Geschehnisse rund um das Strafverfahren des ehemaligen Raiff­eisen-Schweiz-Chefs Pierin Vincenz an und meinte damit die Zentrale in St. Gallen. Und weiter: «Wir sind sehr erschrocken, welches Ausmass das Ganze angenommen hat.»

Ins gleiche Horn stiess Hans-Rudolf Zaugg: «Es ist schlimm, was da passiert ist, das ärgert uns sehr.» Obwohl die Raiffeisenbank nicht das Geringste mit der Affäre zu tun habe, «fühlen wir uns aber verpflichtet, uns zu entschuldigen», meinte der Präsident.

Die Generalversammlung entschied schliesslich über die Verwendung des Jahresgewinns. 80'500 Franken fliessen in die Verzinsung des Genossenschaftskapitals zu 6 Prozent. 1,28 Millionen Franken werden den Reserven zugewiesen.

Neu in den Verwaltungsrat wählte die Versammlung Madeleine Amstutz, SVP-Grossrätin und Gemeindepräsidentin von Sigriswil. Im Amt bestätigt wurde Verwaltungsratspräsident Hans-Rudolf Zaugg.

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