Zum Hauptinhalt springen

Das Motorschiff Berner Oberland sticht im Mai wieder in See

Die neue Werfthalle der BLS in Thun bewährt sich. Die Renovation der MS Berner Oberland wird im Mai abgeschlossen. Schon am Wochenende kann sie am Tag der offenen Werft besichtigt werden.

Die MS Berner Oberland im Trockendock der neuen Werfthalle. Gut zu erkennen ist das Bugruder, mit dem das Schiff im Rückwärtsgang gesteuert werden kann.
Die MS Berner Oberland im Trockendock der neuen Werfthalle. Gut zu erkennen ist das Bugruder, mit dem das Schiff im Rückwärtsgang gesteuert werden kann.
Marc Imboden

Claude Merlach, Leiter der BLS Schifffahrt, hat kein ruhiges Wochenende vor sich. Denn am 24. und am 25. März erwartet er über 10 000 Besucherinnen und Be­sucher, die der Werft am Lachenweg in Thun einen Besuch ab­statten werden. An diesen Tagen wird die BLS ihre Thunerseeflotte zeigen, Einblicke in den Alltag in einer Werft vermitteln, 45-minütige Rundfahrten mit der MS Oberhofen für fünf Franken pro Person anbieten und Tageskarten, die bis Ende Jahr gültig sind, zum halben Preis verkaufen. Es gibt ein Gratis-Shuttleschiff ab Thun, Verpflegung mit Festwirtschaft und Restaurantschiff und verschiedene Attraktionen für Gross und Klein. Als grösste dürfte sich die neue Werfthalle mit Trockendock erweisen, die Mitte Januar eingeweiht worden ist.

Wintermonate genutzt

Das erste Schiff, das dort einer ­Generalüberholung unterzogen wird, ist das Schwergewicht der BLS-Thunerseeflotte: das 20-jährige Motorschiff Berner Oberland. Es erhält neue Antriebsmotoren, Abgasaufbereitungsanlagen, neue Bordstromanlagen und eine Motorgetriebesteuerung. Zudem werden die Ruder revidiert, und der Unterwasserbereich wird gegen Rost und andere schädliche Einflüsse behandelt. Die ruhigen Wintermonate wurden auch auf dem Brienzersee genutzt. «Neu­lackierung grösserer Teile, damit die ‹Lötsch› in neuem Glanz erstrahlt», wie es gestern an der Medienkonferenz in der Powerpoint-Präsentation genannt wurde.

Das Dampfschiff Lötschberg wird mit zwei neuen Bordstromanlagen ausgerüstet, wodurch der Dampfverbrauch um ein Drittel zurückgehen wird. Weitere Arbeiten betreffen den Dampfkessel und die Brennersteuerung. Doch auch für die Bequemlichkeit der Passagiere waren die Schiffbauer der BLS im Einsatz: Auf der MS Jungfrau war die Zeit reif für die Sa­nierung von Toilettenanlagen und Treppenaufgang, und die MS Brienz hat neue Möbel für Haupt- und Oberdeck erhalten.

Auch auf der MS Beatus haben die stillen Örtchen eine Auffrischung bekommen, und frisch ist auch der Anstrich des Mittelschiffs. Über ei­nen neuen Bodenbelag auf dem Hauptdeck schreiten können künftig die Gäste auf der 1961 in Betrieb genommenen MS Bubenberg; der alte Belag stammt noch aus der Bauzeit. Die Innenräume auf dem Hauptdeck erhalten ei­nen neuen Anstrich.

Ein Hauch Venedig

Die Schifffahrtssaison 2018 auf dem Thunersee startet am Karfreitag, 30. März. «Das ist zwar relativ früh, aber wir stimmen den Start seit je auf Ostern ab», sagte Merlach gestern vor den Medien. Lanciert wird die neue Saison mit den Kinder-Osterschiffen (Brienzersee: Karfreitag; Thunersee: Ostersamstag). «Der Stundentakt auf Thuner- und Brienzersee wird beibehalten», führte er auf seiner Tour d’Horizon weiter aus. «Neu gibt es vom 10. bis zum 29. März die kleine Frühlingsrundfahrt, die in Thun um 13.10 Uhr beginnt.»

Weil Schiffsreisen hungrig machen, hat die BLS wieder diverse kulinarische Angebote auf dem Servierbrett: das Fajita-Schiff (wöchentlich ab 5. April) sowie das Bierschiff (20. und 21. April). Und am 14. September wird das Whiskyschiff auch über den Brienzersee schaukeln. Dort gibt es di­verse weitere Neuerungen: Man kann exklusive Touren mit dem venezianischen Taxiboot Donna Anna buchen, und die Gäste des Grandhotels Giessbach geniessen freie Fahrt auf allen anderen BLS-Schiffen.

Neuer Gastro-Anbieter

Nachdem Peter Schenkel von der Gastro Lac AG den Vertrag für die Schiffsrestauration auf dem Brienzersee per Ende 2017 gekündigt hatte, suchte die BLS Schifffahrt einen neuen Pächter. Dieser ist nun gefunden: Die SV (Schweiz) AG wird sich – wie auf dem Thunersee – um das leibliche Wohl der Passagiere kümmern. «Wir werden gemeinsam ein neues Gastronomiekonzept entwickeln», stellte Merlach in Aussicht.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch