Das Verkehrskonzept beim Barell-Gut überzeugt nicht

Oberhofen

SVP und SP stossen sich am Verkehrskonzept rund um die geplante Überbauung Barell-Gut.

Das Barell-Gut dürfte an der Gemeindeversammlung zu reden geben. (Archivbild)

Das Barell-Gut dürfte an der Gemeindeversammlung zu reden geben. (Archivbild)

(Bild: Stefan Kammermann)

Die Oberhofner erwartet am Montagabend eine animierte Gemeindeversammlung (Montag, 2. September, ab 20 Uhr in der Halle am Riderbach). Zu Diskussionen Anlass geben wird unter anderem das Traktandum 3: Die Überbauungsordnung Chabis-Chopf aus dem Jahr 1990 soll den heutigen Umständen angepasst werden, damit baldmöglichst mit dem Bau von rund 55 Wohnungen begonnen werden kann. Das gefällt nicht allen. Die Dorfparteien bringen sich bereits in Stellung.

Sorgen um Sicherheit

«Die SP Oberhofen stellt den Antrag, die Überbauungsordnung Barell-Gut an den Gemeinderat zurückzuweisen», teilen die Sozialdemokraten mit. Die Strasseninfrastruktur der Wohnquartiere weise bereits heute diverse Mängel auf. Die Fussgänger- und Schulwegsicherheit im Gebiet der Schulanlage Friedbühl sei beeinträchtigt.

Durch die Quartierentwicklung werde der motorisierte Verkehr weiter zunehmen, schreibt die SP. Eine neue Verkehrslenkung mit flankierenden Massnahmen sei in einer Verkehrsstudie angedacht, aber nicht terminiert. «Auch über die Kosten ist die Bevölkerung bisher im Unklaren gelassen», steht in der Mitteilung weiter. Die SP Oberhofen beantrage deshalb, das Geschäft an den Gemeinderat zurückzuweisen und der Bevölkerung zuerst die geplanten Verkehrsmassnahmen zum Entscheid zu unterbreiten.

Bürgerliche sagen «Ja, aber»

In die gleiche Kerbe schlägt die SVP. Sie verlangt vom Gemeinderat, «ein den neuen Verhältnissen angepasstes Verkehrskonzept zu entwickeln, da die ausgebaute Schule doppelt so viele Kinder haben wird und die Überbauung des Barell-Guts ebenfalls mehr Verkehr bringen wird».

Die Partei geht aber nicht so weit wie die SP. Sie hat die Ja-Parole für das Geschäft beschlossen. Ebenfalls Ja sagt die BDP. Aber nicht im Brustton der Überzeugung. Sie hat eine Einsprache zur UeO deponiert. «Die komplette Überbauung soll damit innert zehn Jahren nach Erteilung der Baubewilligung verwirklicht werden», begründet die BDP in einer Mitteilung. Obwohl die Einsprache noch hängig sei, habe die Partei Annahme der Vorlage beschlossen.

rop

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