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Dauert die Sperrung mehrere Wochen?

Nach dem Abbruch von Fassadenteilen an einem Geschäftshaus bleibt die Rampenstrasse bis auf weiteres gesperrt. Damit der Verkehr rund um den Bahnhof nicht ganz zum Erliegen kommt, sistiert die Stadt die Bauarbeiten auf der Frutigenstrasse.

Die Rampenstrasse in Thun musste gesperrt werden, weil Teile der Glasfassade herunterfielen (oben rechts).
Die Rampenstrasse in Thun musste gesperrt werden, weil Teile der Glasfassade herunterfielen (oben rechts).
Marc Imboden
Wie es zum Vorfall kommen konnte, ist nach wie vor nicht genau geklärt.
Wie es zum Vorfall kommen konnte, ist nach wie vor nicht genau geklärt.
Gabriel Berger
Die gläsernen Elemente zerbarsten in tausend Stücke.
Die gläsernen Elemente zerbarsten in tausend Stücke.
Jürg Spielmann
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Eigentlich würde die Sanierung der Frutigenstrasse noch rund fünf Wochen andauern. Am Mittwochvormittag hat die Stadt jedoch entschieden, die Bauarbeiten vorerst zu sistieren. «Die Gräben werden zugeschüttet, und ein provisorischer Strassenbelag wird eingebaut», teilte die Stadt mit. Bereits ab Donnerstagmittag können die Busse der Verkehrsbetriebe STI und der motorisierte Individualverkehr die Frutigenstrasse wieder befahren.

Grund für den Entscheid ist der Vorfall, der sich tags zuvor an der benachbarten Rampenstrasse ereignete. Am Dienstagmittag und -nachmittag lösten sich von der Fassade der Liegenschaft, in der sich unter anderem ein Reisebüro und ein Optikergeschäft befinden, drei mehrere Quadratmeter grosse gläserne Elemente. Wie durch ein Wunder wurde durch die herunterstürzenden Teile niemand verletzt. Wegen der Aufräumarbeiten, aber auch aus ­Sicherheitsgründen wurde die Rampenstrasse in der Folge für jeglichen Verkehr gesperrt.

STI-Busse mit leichter Verspätung

«Um die Verkehrsbeziehungen vom und zum Bahnhof aufrechtzuerhalten und die Sicherheit der Passanten und Verkehrsteilnehmenden zu gewährleisten», entschloss sich die Stadt zur früheren Wiedereröffnung der Frutigenstrasse, wie sie schreibt. Bis Donnerstagmittag steuern die STI-Busse der Linien 3 und 5 den Bahnhof auf der provisorischen Umfahrung Jungfrau-/Pestalozzi-/Aarestrasse an. Danach fahren sie via Frutigenstrasse und eine Extrarunde auf dem Maulbeerkreisel zum Bahnhof.

Am Dienstagabend und am Mittwoch betrugen die Verspätungen wegen des Umwegs gemäss STI-Betriebschef Erich Seiler «wenige Minuten, in den Spitzenzeiten natürlich etwas mehr». Da die Busspur auf der Aarestrasse die zusätzlichen Busse schlucken musste, seien vereinzelt auch andere STI-Linien indirekt von Behinderungen betroffen gewesen.

Wie lange die Rampenstrasse effektiv gesperrt bleiben wird, konnte am Mittwoch niemand mit Sicherheit sagen. Thuns Stadtingenieur Rolf Maurer sprach von «fünf Wochen», betonte aber, dass diese Angabe lediglich auf ersten Schätzungen beruhe. Klar sei hingegen, dass die Baustelle auf der Frutigenstrasse erst wieder in Angriff genommen werden könne, wenn die «notwendigen Sicherungs- und Sanierungsarbeiten an der Fassade» umgesetzt seien, teilte die Stadt mit. Ziel der Stadt ist es, die Bauarbeiten auf der Frutigenstrasse vor Wintereinbruch zu beenden; im schlechtesten Fall müssten sie gemäss Maurer auf Frühling 2018 verschoben werden.

Fussgänger erhalten Schutztunnel

Keine neuen Erkenntnisse gab es zur möglichen Ursache für das Herunterstürzen der Teile. «Unsere Analyse läuft nach wie vor und wird wohl noch eine Weile dauern», sagte Christoph Gerber, Leiter Immobilien bei der Pensionskasse Publica, der Besitzerin der betroffenen Liegenschaft. Priorität habe die Sicherung des Gebäudes und der Strasse gehabt.

Nicht für den ­Absturz verantwortlich waren laut Stadtingenieur Rolf Maurer die Bauarbeiten an der Frutigenstrasse: «Die Erschütterungen am Gebäude waren nicht grösser als jene, die durch den vorbeifahrenden Verkehr verursacht werden.»

An der Rampenstrasse für die Sicherungsarbeiten im Einsatz stand unter anderem Bauingenieur Walter Zeller. Er erklärte, dass das Haus nun eingerüstet und für die Fussgänger beim Trottoir auf Höhe des Optikergeschäfts ein Schutztunnel zum sicheren Passieren aufgestellt werde.

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