Unterseen

Den Weg für Kinder sicherer machen

UnterseenDie Gemeinde plant eine Verbindungsstrasse zwischen Vorholz- und Schulhausstrasse, um das Kindergartenareal zu beruhigen. An der Infoveranstaltung stellten Einwohner kritische Fragen zum Projekt.

Die Schulanlage Steindler: Zwischen den beiden parallel verlaufenden Routen Vorholzstrasse (unten) und Schulhausstrasse (Bildmitte) soll eine Verbindungsstrasse entstehen.

Die Schulanlage Steindler: Zwischen den beiden parallel verlaufenden Routen Vorholzstrasse (unten) und Schulhausstrasse (Bildmitte) soll eine Verbindungsstrasse entstehen. Bild: Fritz Lehmann

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«Die Kinder der Unterseener Kindergärten müssen täglich bei regem Verkehr die Schulhausstrasse (Sportweg) überqueren. Dieses Teilstück soll nun für den motorisierten Verkehr gesperrt und eine Verbindungsstrasse zwischen Vorholz- und Schulhausstrasse gebaut werden», sagte der Gemeinderat von Unterseen, Stefan Zurbuchen. Zurbuchen informierte am Dienstag im Oberstufenschulhaus Steindlerstrasse über das Projekt. 570 Kinder, rund 70 Lehrkräfte der Schulen Unterseen und die zubringenden Eltern müssen täglich aneinander vorbei.

Weder Trottoir noch Parkmöglichkeiten

Auf dem Situationsplan von Unterseen ist die neue Strasse blau markiert. Wie Tobias Krump von der Firma Mätzener & Wyss Bauingenieure AG informierte, soll die Strasse rund sechzig Meter lang, vier Meter breit und leicht ansteigend gebaut werden. Es wird weder Trottoirs noch Parkiermöglichkeiten geben.

Das Areal ist im Besitz der Gemeinde. Zugang zur neuen Strasse, die zum Schulhausareal gehören wird, sollen nur Schülerinnen und Schüler zu Fuss oder mit dem Velo und die berechtigten Anwohnerfamilien haben. Zurbuchen: «Die noch bestehende Zivilschutzbaracke auf dem Areal wird nicht mehr benützt. Der Gemeinderat lässt die Baracke abbrechen und die Fläche begrünen.»

Bestehende Hecken und Bäume sollen bleiben. Die Gesamtkosten für das Projekt betragen rund 140000 Franken. Der Gemeinderat hat den Kredit bereits gesprochen. Baubeginn soll im Frühjahr 2019 sein.

Intensive Fragerunde durch die Einwohner

Einwohnerinnen und Einwohner stellten rege Fragen, wie etwa zur Strassenbreite. Bauingenieur Krump: «Bei vier Meter Breite können zwei PW im Schritttempo kreuzen und LW durchfahren.» Ein Einwohner sagte: «Die Gefahrensituation bei den Kindergärten wird mit der Verbindungsstrasse auf die Vorholzstrasse verschoben!» Zurbuchen: «Wir können nicht die Schulwege bis zu jedem Kind heim sichern.» Einwohner René Schneider war für das Projekt: «Es gibt null Mehrverkehr und ist eine massive Reduktion der Gefahren für die Kinder.» In einem nächsten Schritt will die Gemeinde die Parkierungsprobleme angehen, erklärte Zurbuchen.

(Berner Oberländer)

Erstellt: 07.11.2018, 21:43 Uhr

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