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Der Appetit auf Food-Trucks muss erst noch angeregt werden

Nach dem ersten Food-Truck-Festival im Bälliz zieht Veranstalter Marc Hubacher eine durchwachsene Bilanz. Die Stadt ist derweil interessiert, den Anlass zu etablieren.

Manuel Berger
Nach Einbruch der Dunkelheit vermochte das Food-Truck-Festival im Bälliz am Samstag nicht mehr viel Volk anzulocken.
Nach Einbruch der Dunkelheit vermochte das Food-Truck-Festival im Bälliz am Samstag nicht mehr viel Volk anzulocken.
Manuel Berger

Tibetische Teigtaschen, ungarische Baumstriezel oder doch der altbewährte Fleischspiess? Wer am Samstagabend die Schlechtwetterprognose ignorierte und durchs Obere Bälliz flanierte, konnte sich zumindest den Düften diverser Köstlichkeiten aus nah und fern nicht entziehen.

Am ersten Food-Truck-Festival im Bälliz, der «Küchenkarawane», herrschte nach Einbruch der Dunkelheit eine friedliche, gemütliche Atmosphäre. Doch wie das Licht die Motten schienen die 14 aneinandergereihten Food-Trucks vom Stadthofplatz bis zur Postbrücke die Bevölkerung nicht auf die Strasse zu locken. Ob es am prognostizierten Starkregen lag, der dann aber gar nicht kam?

Organisator sieht Optimierungspotenzial

In der letzten Stunde des dreitägigen Festivals sei in der Tat nicht mehr viel los gewesen, bestätigt Veranstalter Marc Hubacher von Food-Truck Happening auf Anfrage. «Ansonsten waren die 250 Sitzplätze, insbesondere am Freitag- und Samstagabend, stets gut bis voll besetzt.»

Laut Hubacher sind die Betreiber der Food-Trucks jedenfalls zufrieden. Er selbst macht jedoch keinen Hehl daraus, dass er sich mehr Besucher erhofft hatte. «Wir müssen diesen ersten Versuch gut analysieren», sagt Hubacher, der im September die nächste Ausgabe der «Küchenkarawane» im Bälliz plant.

«Wir müssen diesen ersten Versuch gut analysieren.»

Marc Hubacher Organisator Food-Truck-Festival

Optimierungspotenzial sieht er zum Beispiel beim Perimeter. «Die Platzverhältnisse waren eng. In Zukunft müssen der Stadthofplatz und der Waisenhausplatz miteinbezogen werden», sagt er. Weiter bezeichnete der Veranstalter das Nebeneinander mit dem Samstagsmarkt als problematisch.

Sämtliche Festbänke am Freitagabend abbauen und am Samstagabend wieder aufbauen, das würde er nicht mehr machen. Wegen der fehlenden Sitzgelegenheiten sei während des Märits auch deutlich weniger konsumiert worden. Letztlich findet es Hubacher schade, dass wegen Auflagen der Gewerbepolizei kaum ein einladendes Ambiente geschaffen werden konnte.

Anlass soll zur Tradition werden

Ein positives Fazit zum ersten Food-Truck-Festival im Bälliz ziehen sowohl die Stadt wie auch die Innenstadtgenossenschaft IGT. «Der Anlass hat die Innenstadt sicherlich belebt, und das begrüssen wir sehr», sagt Peter Jost, Leiter Stadtmarketing.

Angesprochen auf die Kritikpunkte des Veranstalters, erklärt Jost: «Wir müssen zusammensitzen und schauen, was wir verbessern können.» Die Stadt sei jedenfalls offen dafür, die nötigen Rahmenbedingungen zu bieten, damit der Anlass zur Tradition werde.

IGT-Präsident Alain Marti stellt derweil fest, dass am Donnerstagabend mehr Leute als gewöhnlich das Bälliz bevölkert hätten: «Trotzdem war zur selben Zeit auch der Mühleplatz voll.» Negative Rückmeldungen von Beizern oder Ladenbesitzern habe er keine vernommen.

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