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«Der FC Allmendingen ist meine Familie»

Er ist mittlerweile Teil der Vereinsgeschichte: Ueli Schlatter, der dem FC Allmendingen seit 43 Jahren die Treue hält, hat schon fast alle Funktionen beim Thuner Fussballclub ausgefüllt.

Lebende Legende: Ueli Schlatter (66).
Lebende Legende: Ueli Schlatter (66).

«Der FC Allmendingen ist meine Familie. Hier habe ich sehr viele gute Leute kennen gelernt», sagt Ueli Schlatter. Der 66-Jährige ist bereits seit 1975 Mitglied des Thuner Fussballvereins: «Ich kam damals aus beruflichen Gründen vom Wohlensee, wo ich ebenfalls Fussball gespielt hatte, nach Thun», erinnert er sich zurück. «Erst fragte ich beim FC Dürrenast an, doch der damalige Coach der zweiten Mannschaft, Heinz Eschler, sagte mir, er wechsle zu Allmendingen, und er bot mir an, auch gleich in der dortigen 3.-Liga-Mannschaft einzusteigen.»

Ueli Schlatter hat den damaligen Entscheid nie bereut: «Es gefiel mir von Anfang an», erinnert sich der Vater dreier erwachsener Kinder. Er erzählt dann von den diversen Clubhighlights, die er miterlebt hat: «1978 stiegen wir in die 2. Liga auf, nachdem wir bereits Kantonalmeister der 3. Liga geworden waren und den Oberländercup gewonnen hatten.» Dies sei gleichzeitig der sportliche Höhepunkt des Vereins seit der Gründung im Jahr 1943 gewesen, als der Verein noch Sportclub Allmendingen (SCA) hiess.

Der FC Allmendingen im Lauf der Zeit. Undatiertes Luftduell an einem Spiel des FCA.
Der FC Allmendingen im Lauf der Zeit. Undatiertes Luftduell an einem Spiel des FCA.
PD
Das handgeschriebene Gründungsprotokoll des FC Allmendingen.
Das handgeschriebene Gründungsprotokoll des FC Allmendingen.
PD
Das OK des FC Allmendingen vor dem Jubiläumsfest.
Das OK des FC Allmendingen vor dem Jubiläumsfest.
Patric Spahni
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Ueli Schlatter hat nach seinem Beitritt die unterschiedlichsten Funktionen im Verein ausgefüllt: Erst war er Juniorentrainer, dann Trainer der zweiten Mannschaft, die in der 4. Liga spielte, später Seniorentrainer und ­Spiko-Chef, was dem heutigen Sportchef entspricht. Er betreute die Schiedsrichter und ist als Teammanager mit der ersten Mannschaft unterwegs sowie als Spielleiter der D-Junioren tätig. Bis heute gehörte Ueli Schlatter 20 Jahre dem Vorstand des FC Allmendingen an, welcher derzeit ohne Präsident funktionieren muss.

Das Kreuz als Clubhaus

Sieben Jahre blieb der FC Allmendingen in der 2. Liga, dann stieg er wieder ab. «Wir waren eine regelrechte Liftmannschaft», erzählt Ueli Schlatter.

Und er erinnert sich an weitere Höhepunkte der Vereinsgeschichte wie den Bau des neuen Clubhauses mit Garderoben im Jahr 1992: «Bis zu diesem Zeitpunkt mussten wir uns jeweils im Restaurant Kreuz umziehen und duschen», sagt er. Die Mannschaft sei jeweils geschlossen zum Platz auf dem Zelgli marschiert und nach dem Spiel wieder ins Kreuz zurückgekehrt. «Das haben wir immer so gemacht, nach einem Sieg genauso wie nach einer Niederlage.» Und Ueli Schlatter erzählt vom 50-Jahr-Jubiläum im Jahr 1993, dem Cupspiel gegen den FC Thun auf dem Zelgli vor über 2000 Zuschauern im Jahr 2003 oder dem Kreuz-Cup im Jahr 2013, als Mannschaften wie Dynamo Moskau in Allmendingen zu Gast waren.

Einen Meilenstein für den Club stellte der Ausbau der Anlage von einem auf zwei Plätze dar. «Allerdings blieb das Hauptproblem, dass wir kein Flutlicht und keinen Kunstrasen haben, weiter bestehen», bedauert Ueli Schlatter, lobt aber die gute Zusammenarbeit mit anderen Fussballvereinen wie dem FC Lerchenfeld, wo die erste Mannschaft des FC Allmendingen Gastrecht geniesst.

Heute zählt der Club 16 Mannschaften und 260 Mitglieder. «Damals, als ich hier begonnen habe, gab es eine einzige Mannschaft», erinnert sich Ueli Schlatter. Und er blickt auch in die Zukunft: «Unser Ziel ist es ganz klar, mit der ersten Mannschaft, die derzeit in der 3. Liga spielt, in den nächsten zwei bis drei Jahren aufzusteigen.» Die Mannschaft sei sehr jung, und ihr sei einiges zuzutrauen.

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