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Der Pfarrer steht mit 70 Laien auf der Freilichtbühne

Das Projekt der Kulturlandbühne, den bekannten Kinofilm «Wie im Himmel» erstmals überhaupt als Freilichttheater aufzuführen, findet in der Region Rückhalt. Über 70 Personen wollen mitwirken – darunter auch der Pfarrer, der zwar den Pfarrer spielt, aber nicht sich selber.

Ein erster Blick ins Theatertextbuch schürt Vorfreude: (v. l.) Regisseur Mitja Staub und drei der Laiendarsteller von «Wie im Himmel», Thomas Burri, Adrian und Judith Dummermuth.
Ein erster Blick ins Theatertextbuch schürt Vorfreude: (v. l.) Regisseur Mitja Staub und drei der Laiendarsteller von «Wie im Himmel», Thomas Burri, Adrian und Judith Dummermuth.
Stefan Kammermann

«Ich konnte schon zweimal mitspielen, bis zu meiner Pension dürfte das dritte Mal wahrscheinlich auch das letzte Mal sein», sagt Thomas Burri, Pfarrer der Reformierten Kirchgemeinde Schwarzenegg. Der aktive Seelsorger schmunzelt und freut sich auf den kommenden Sommer.

Auf einer ganz anderen Bühne wird er mit vielen weiteren Leuten aus der Region Zulgtal ab Mitte Juni für einen Monat im Mittelpunkt stehen, und dennoch wird es für ihn dabei um Seelsorge gehen. Auf der Bühne des Freilichttheaters «Wie im Himmel» schlüpft er in die Rolle des eigenwilligen Pfarrers Stig Berggren.

«Ich übernehme diese Rolle sehr gerne, weil ich das Gefühl habe, ich muss nicht mich selber spielen», betont Burri. Der Pfarrer der Kirchgemeinde Schwarzenegg liess sich durch den bekannten Kinofilm inspirieren, um als Laiendarsteller im Stück eine wichtige Rolle zu übernehmen.

Mit der erstmaligen Aufführung des schwedisch-dänischen Musikfilms «Wie im Himmel» als Freilichttheater (vgl. Box) wagt sich die Kulturlandbühne bereits an ihr viertes Grossprojekt seit 2001 im rechten Zulggebiet – damals mit der Aufführung des Musicals «Das Gauklermärchen» und 2007 mit dem Kriminalstück «Die Glätterin» als erste Freilichtinszenierung.

Im Jahr 2012 folgte mit dem Freilichttheater «Altweiberfrühling» nach dem Drehbuch des Films «Die Herbstzeitlosen» der bisher grösste Erfolg.

Über 70 Anmeldungen

Mit dem neuen Projekt, einen Musikfilm im rechten Zulgtal unter freiem Himmel in Szene zu setzen, sind die Initianten auf viel Sympathie gestossen. «Über 70 Personen aus der Region haben sich angemeldet und unterstützen das Vorhaben in irgendeiner Form», erklärt Regisseur Mjtia Staub.

Zwei von ihnen sind zum Beispiel das Ehepaar Judith und Adrian Dummermuth. Beide spielen unterschiedliche Rollen. Als bekannter und erfolgreicher Dirigent Daniel Daréus hat sich der Unterlangenegger Lehrer für die Hauptrolle entschieden. «Für mich war sofort klar, nach dem Freilichttheater ‹Altweiberfrühling› wieder mitzumachen», erläutert Adrian Dummermuth. Und weiter: «Das letzte Mal hat es einfach ganz viel Spass gemacht.»

Seine Frau Judith hat die Rolle der Amanda gewählt. Als junge Frau singt sie im Chor mit und sorgt dort meist für gute Laune. «Ich freue mich sehr auf das Projekt, habe aber auch grossen Respekt», sagt sie.

Männer für den Chor gesucht

Mit der Suche nach Laienschauspielerinnen und -schauspielern hat Regisseur Mjtia Staub im Zulgtal offene Türen eingerannt. «Sämtliche Rollen konnten innert Kürze besetzt werden, ich musste sogar einigen Interessierten absagen», sagt er. Und ortet auch gleich eine grosse Herausforderung: «Jetzt gilt es die über 70 Mitwirkenden zu einem Ensemble zusammenzuführen.» Um den Chor etwas zu verstärken, sind allerdings noch einige Männer gesucht.

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