Der Wirtschaftsraum wird zur Kommission

Thun

Der ERT setzt neue Kommissionen für Altersfragen und Wirtschaft ein.

Die Delegierten inspizierten die Hot Shot Arena in Oberlangenegg, die als Projekt vom ERT unterstützt wurde.

Die Delegierten inspizierten die Hot Shot Arena in Oberlangenegg, die als Projekt vom ERT unterstützt wurde.

(Bild: Andreas Tschopp)

Dem Entwicklungsraum Thun (ERT) gehören 40 Gemeinden aus der Region Thun und dem Niedersimmental an – von A wie Aeschi bis Z wie Zwieselberg. Deren Einwohnerzahl reicht von über 44000 in Thun bis hin zu wenigen Hundert.

In einer solchen Kleingemeinde mit 466 Einwohnern, in Oberlangenegg, auf dem Areal der neuen Kunsteisbahn Hot Shot Arena, fand am Dienstagabend die Delegiertenversammlung (DV) des ERT statt. Die DV unter der Leitung von Niklaus Röthlisberger, Präsident ERT und Gemeindepräsident von Heimberg, hatte über zwei Statutenänderungen zu befinden. Beide wurden bejaht.

Altersplanung umsetzen

Mit der einen Änderung wird neben den bisherigen Kommissionen für Abfall und Deponie, Landschaft, Landwirtschaft sowie Energie und Mobilität neu eine solche für Altersfragen geschaffen. Wie Geschäftsführerin Manuela Gebert die Delegierten orientierte, ist die regionale Altersplanung abgeschlossen.

Für die Umsetzung wird die neue Kommission sorgen, dafür werden 15000 Franken eingesetzt im Budget 2019. Dieses rechnet bei Einnahmen von 567000 Franken und Ausgaben von 430000 Franken in der Geschäftstätigkeit mit einem Überschuss von 136000 Franken.

Im Bereich Wirtschaft gibt es grössere Umschichtungen. Dies, weil der bisherigen Wirtschaftsraum Thun (WRT) mit 13 Mitgliedergemeinden neu zu einer Kommission innerhalb des ERT wird. Mit dieser zweiten Statutenänderung gehören fortan sprachliche Überschneidungen der Vergangenheit an.

Arbeit an Windrichtplan

Für Projekte sollen im nächsten Jahr insgesamt fast 200000 Franken ausgegeben werden. Einer der grössten Ausgabenposten neben der Projektentwicklung im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) des Bundes ist dabei der Richtplan Windenergie. Für dessen Erarbeitung werden 25000 Franken eingesetzt. «Das ist unsere Pflicht», sagte Geschäftsführerin Gebert und verwies auf die Honegg, die als möglicher Standort für einen Windpark «genauer angeschaut wird».

Für die Vernetzung ökologischer Ausgleichsflächen in der Landwirtschaft werden 2019 wiederum 48000 Franken veranschlagt. Der Beitrag der Gemeinden beträgt weiterhin 23000 Franken. Diese Zahlung war nach Kritik vor Jahresfrist an der DV reduziert worden. Jetzt wurde er beibehalten, nachdem Gebert erklärt hatte, dass damit nicht nur das Aufgebot der Berater organisiert, sondern auch die Erstberatung für die Landwirte vom ERT bezahlt werde. Nach der Mitwirkung im Sommer zur Teilrevision des Landschaftsrichtplans sind für die Umsetzung ab 2020 im Finanzplan 10000 Franken vorgesehen.

Josi neue Vizepräsidentin

Anstelle von Peter Hänni, Gemeindepräsident von Wattenwil, wurde Gemeinderätin Regina Fuhrer-Wyss aus Burgistein in die Geschäftsleitung gewählt. Franziska Fuss aus Teuffenthal wurde darin bestätigt. Den garantierten Sitz für die Stadt Thun nimmt neu Andrea de Meuron ein. Die neue Gemeinderätin der Grünen, die ferienhalber abwesend war, löst Marianne Dumermuth ab.

Die scheidende SP-Gemeinderätin und bisherige Vizepräsidentin des ERT wurde beschenkt zum Abschied – dem dritten für sie an diesem Tag. Neu übernimmt Barbara Josi aus Wimmis das Vizepräsidium. Samuel Krähenbühl zeigte den Delegierten die neue Hot Shot Arena und erklärte als Verwaltungsratspräsident, woher die 3H44 AG ihren Namen hat.

Thuner Tagblatt

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