Die Abbrucharbeiten auf dem Gschwend-Areal haben begonnen

Steffisburg

Nach Jahrzehnten der Planung wird jetzt auch auf dem Düker-Areal selber gearbeitet. In den kommenden Wochen sollen die ersten vier Gebäude entlang der Austrasse abgebrochen werden.

Mit grossem Gerät wird diesem Haus zu Leibe gerückt.

Mit grossem Gerät wird diesem Haus zu Leibe gerückt.

(Bild: Patric Spahni)

Jetzt fahren die Bagger auf: Auf dem Gschwend-Areal in Steffisburg sind die Abbrucharbeiten angelaufen. In einem ersten Schritt sollen die alten Gebäude gegen die Austrasse hin abgebrochen werden.

«Dies ist nötig, weil der durch die Abbrüche frei werdende Platz danach als Installationsplatz für die Abbrucharbeiten des restlichen Areals gebraucht wird», heisst es in einer Mitteilung der Genossenschaft Migros Aare. Sie ist mit der Firma HRS Eigentümerin des Areals und realisiert dort in den kommenden Jahren Wohn- und Geschäftsbauten (wir berichteten).

Bereits letzte Woche wurde mit der Baustelleneinrichtung begonnen, der eigentliche Abbruch startete. In den kommenden Wochen sollen die ersten vier Gebäude entlang der Austrasse 6 bis 12 abgebrochen werden. Anschliessend folgen etappiert die übrigen Abbrüche an der Unterdorfstrasse, der Austrasse und am Dükerweg.

Baustart Mitte 2019

Auf dem heutigen Gschwend-Areal sollen ab Mitte 2019 vier neue Wohnbauten entlang der Zulg und vier Bauten mit Mischnutzung für Gewerbe und Wohnen entlang der Unterdorfstrasse entstehen. Nebst rund 146 Wohneinheiten wird auf dem Areal ein lokales Einkaufscenter mit rund 5000 Quadratmetern Verkaufsfläche realisiert.

Der Supermarkt der Migros Aare wird eine Fläche von 1800 Quadratmetern aufweisen, «daneben ist ein guter Mietermix mit verschiedenen Geschäften und einem Migros-Restaurant geplant», wie die Migros es formuliert.

Lange Vorgeschichte

Die Fertigstellung der Überbauung am Dükerweg sowie die Eröffnung des Supermarkts ist etappiert für das Jahr 2022 geplant. Damit geht eine mehr als 40-jährige Geschichte zu Ende. So lange schon werden in Steffisburg Versuche unternommen, das Areal der ehemaligen Mö­belfabrik Gschwend zwischen Unterdorfstrasse und Zulg zu überbauen. 1977 wurde es in die Kernzone überführt, was eine städtebauliche Entwicklung möglich gemacht hätte.

Doch Besitzerwechsel, Uneinigkeit unter Grundeigentümern und immer wieder ändernde übergeordnete rechtliche Vorgaben trugen dazu bei, dass nie ein Projekt flügge wurde. 1996 wurde ein Studienauftrag gestoppt, Mitte der 2000er-Jahre stand ein überdimensioniertes Projekt im Raum, worauf eines folgte, das dem Kanton zu dicht war.

Nach der Änderung des Raumplanungsgesetzes und nachdem HRS und Migros in mehreren Schritten das ganze Areal gekauft hatten, kam aber Bewegung in die Sache. Die Überbauung, die jetzt realisiert wird, basiet auf Projektideen aus dem Jahr 2014.

pd/maz

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