Die Bevölkerung plant aktiv mit

Steffisburg

Die Analyse für die Ortsplanungsrevision ist abgeschlossen. Daraus wurden drei Thesen erarbeitet. Jetzt wurden die Resultate vorgestellt und die Thesen zur Diskussion gebracht. In zwölf Arbeitsgruppen befassten sich die Teilnehmenden mit den Ergebnissen – und brachten neue Themen ein.

Die Gemeinde Steffisburg arbeitet an einer neuen Ortsplanung.

Die Gemeinde Steffisburg arbeitet an einer neuen Ortsplanung.

(Bild: Christoph Gerber/luftbild-drohne-thun.ch)

Bereits ab 18.30 Uhr erschienen am Donnerstagabend Interessierte in der Aula Schönau in Steffisburg, um sich anhand der ausgestellten Analyseplakate über die Ideen zur Ortsentwicklung zu orientieren. Angesagt war der sogenannte Dialograum I zur Ortsplanungsrevision.

Auf Basis der Analysearbeiten zu den Schwerpunkten Siedlung, Landschaft, Verkehr/Mobilität und Energie zeichnen sich für die Gemeinde explizite Stärken ab, aus welchen drei Thesen abgeleitet wurden. Steffisburg verfügt danach über starke landschaftliche Charakterräume, starke Siedlungsstrukturen durch die Quartiere und starke Verbindungen.

Grundsätzliche Zustimmung

Zu Beginn der von rund 120 Personen besuchten Veranstaltung präsentierten Fachplaner die Ergebnisse der Analysen zu den vier Schwerpunkten. Danach wurden die Teilnehmenden in zwölf Gruppen aufgeteilt. In Workshops unter der Moderation von Gemeinderätinnen und Gemeinderäten sowie Abteilungsleitern nahmen sie in engagierten Diskussionen die Resultate kritisch unter die Lupe und bewerteten diese nach empfundener Wichtigkeit.

Nach circa einer Stunde stellten die Moderatorinnen und Moderatoren die Resultate der Gruppenarbeiten vor. «Ich bin gespannt, wie die Grundhaltung zu den Schwerpunkten ausfällt und ob neue dazukommen», sagte Gemeindepräsident Jürg Marti (SVP). Er konnte beruhigt sein. Grundsätzlich erachteten alle die Gewichtung der Schwerpunkte, wie sie aus den Analysen hervorgegangen ist, als richtig.

Dauerthema Verkehr

Trotzdem waren Nuancen zu erkennen, oder es kamen neue Anregungen und Ideen aufs Tapet. Als Mangel empfunden wurde von mehreren Arbeitsgruppen beispielsweise der Umstand, dass das Thema Arbeitsplätze zu wenig einbezogen worden sei. Ein Team möchte ein ökologisches Steffisburg als neuen Schwerpunkt setzen.

Wie überall beschäftigt auch der Verkehr die Leute. So möchte eine Gruppe den motorisierten Individualverkehr nicht noch stärker anwachsen lassen und dafür den öffentlichen und den Langsamverkehr noch mehr fördern. Bemängelt werden auch die teilweise nicht flächendeckenden Busverbindungen. Einige fragten sich, wie es mit dem Wachstum weitergehen solle. Grosses Gewicht wird auch der Erhaltung einer intakten Landschaft beigemessen.

Lob für die Gemeinde

Kritisch begleitet wurde der Anlass von der Raumplanerin Barbara Dällenbach Ewald, welche bei allen Arbeitsgruppen hineinschaute. «Es ist engagiert diskutiert worden», lautete ihr Fazit. Ein Lob zollte sie der Gemeinde, die die Öffentlichkeit in Form des Dialograums in die Ortsplanungsrevision einbezieht. Das Zusammenwirken von Gemeinde, Fachplanern und Bevölkerung bezeichnete sie als ideal. Sie ermunterte die Anwesenden, andere zum Mitmachen zu motivieren. Der nächste Dialograum ist für November geplant.

Thuner Tagblatt

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