Die Fusionsabklärungen gehen in die nächste Runde

Thun-West

In Wattenwil, Pohlern und Forst-Längenbühl beginnt am Montag die Mitwirkung zu einer möglichen Fusion.

Die Gemeinde Wattenwil (Bild) signalisierte von Beginn an, dass eine Fusion abgeklärt werden kann.

Die Gemeinde Wattenwil (Bild) signalisierte von Beginn an, dass eine Fusion abgeklärt werden kann.

(Bild: Iris Andermatt)

Seit Winter 2013 setzt sich die Gemeinde Pohlern mit dem Thema Fusion auseinander. Der Gemeinderat wurde legitimiert, die notwendigen Gespräche mit dem Kanton und den umliegenden Gemeinden zu führen. Konkret hat sich daraus dann die Möglichkeit einer Dreierfusion zusammen mit Forst-Längenbühl und Wattenwil ergeben.

Wattenwil signalisierte von Beginn an, dass eine Anschlussfusion abgeklärt werden kann. Auch die Gemeinde Forst-Längenbühl zeigte sofort Interesse, hat sie doch unter anderem bereits seit 2010 die Gemeindeverwaltung an Wattenwil ausgelagert. Regelmässig wurde sodann die Bevölkerung in den drei Gemeinden über den Stand der Gespräche informiert.

Kanton bezahlt die Hälfte

Im Winter 2016 erteilten die Gemeindeversammlungen von Forst-Längenbühl und Pohlern dem Gemeinderat dann die entsprechende Legitimation zu den Fusionsabklärungen. In Wattenwil lag dieser Entscheid im Kompetenzbereich des Gemeinderates, welcher ebenfalls zustimmte. Der Kanton sicherte zudem die Übernahme der Hälfte der Kosten für das Fusionsprojekt zu. Für die drei Gemeinden bedeutete dies gesamthaft noch rund 30'000 Franken an Kosten, wovon Wattenwil aufgrund der Grösse zwei Drittel übernimmt.

Im Mai 2017 haben sich die Gemeinderäte von Forst-Längenbühl, Pohlern und Wattenwil unter der Leitung des Amtes für Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern zu einem ersten gemeinsamen Treffen zwecks Vorabklärungen zur allfälligen Fusion getroffen. Anlässlich dieses Treffens wurde die Organisation der Abklärungsarbeiten aufgezeigt und Arbeitsgruppen gebildet. Das Ziel war es, ein Grundlagenpapier zusammenzustellen, das der gesamten Bevölkerung Einblick in die Chancen und Risiken einer Anschlussfusion von Forst-Längenbühl und Pohlern mit Wattenwil gibt.

Diese Arbeiten konnten nun gemäss Terminplan im letzten Dezember abgeschlossen werden. Der über 70 Seiten umfassende Grundlagenbericht liegt ab dem 21. Januar vor und kann dann via Websites der einzelnen Gemeinden heruntergeladen oder bei einer der drei Gemeindeverwaltungen bezogen werden.

Vor wenigen Tagen wurde in allen drei Gemeinden ein Flugblatt verteilt, welches die Bevölkerung auf die Mitwirkung vom 21. Januar bis 1. März und die dafür vorgesehene öffentliche Informationsveranstaltung vom 24. Januar aufmerksam macht.

Zur Mitwirkung wurde ein Fragebogen entworfen, welcher zusammen mit dem Grundlagenbericht abgegeben wird beziehungsweise heruntergeladen werden kann. Die Gemeinderäte von Forst-Längenbühl, Pohlern und Wattenwil erhoffen sich eine möglichst hohe Beteiligung an der Mitwirkung aus allen drei Gemeinden.

Der Grundsatzentscheid über die Fortführung des Fusionsabklärungsprojekts erfolgt dann voraussichtlich im Herbst 2019. Im Jahr 2020 würde danach die definitive Abstimmung zur Fusion «Ja oder Nein» stattfinden. Die Umsetzung wird frühestens per 1. Januar 2021 erfolgen.

Die öffentliche Informationsveranstaltung für alle drei Gemeinden zur Mitwirkung betreffend Grundlagenabklärungsbericht «Fusion der Gemeinden Forst-Längenbühl, Pohlern, Wattenwil» findet am Donnerstag, 24. Januar, um 20 Uhr im Mehrzweckgeräte Hagen in Wattenwil statt.

(pd/Marc Imboden)

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