Die Klippenspringer vom «Strämu»

Thun

Zum zweiten Mal fand am Wochenende im Thuner Strandbad die High Diving Show statt – dieses Mal mit einem 20-Meter-Turm.

Spektakuläre Sprünge im «Strämu»: Organisator Andy Hulliger erklärt im Video, wie es dazu kam. Video: Martin Bürki

Die besten Schweizer Klippenspringer und weitere Topathleten aus ganz Europa – darunter zwei Europameister und ein Weltrekordhalter für den höchsten Sprung – zeigten am Wochenende im Strandbad Thun an der 2. High Diving Show in sechs halbstündigen Shows ihr ganzes Können.

Die Sportler vollführten von einem 20 Meter hohen Gerüst spektakuläre Salti und Schrauben, sehr zur Freude des Publikums.

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«Es brauchte enorm viel Geduld, Elan und Zeit, diesen Anlass zu organisieren», sagt Andy Hulliger, Organisator der High Diving Show. Während eines ganzen Jahres kümmerte er sich mit seinem Team um das Konzept, die Planerei und schliesslich um den Bau des Gerüstes.

Mit der Durchführung eines solchen Events im Thuner Strandbad ist für Hulliger ein Traum in Erfüllung gegangen: «Thun ist mein Heimatort, als kleiner Junge habe ich selber oft hier trainiert. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass hier jemals ein solcher Anlass stattfindet.»

Übermütige Nachahmer

Vom Rasen aus verfolgten zahlreiche Zuschauer die spektakulären Sprünge der Athleten. Hulliger appelliert bei waghalsigen Nachahmern, die nun von den Klippenspringern inspiriert wurden, an die Vernunft: «Bei Profis sehen Sprünge immer enorm einfach aus, aber man unterschätzt oft die Gefahr und überschätzt sich selbst.»

Fakt ist: Wer von 20 Metern Höhe ins Wasser springt, erreicht beim Aufprall auf der Wasseroberfläche eine Geschwindigkeit von 75 km/h. Das ist für den Körper nicht ohne: Während mit dem Eintauchen der Füsse ins Wasser bereits der Bremsprozess beginnt, befindet sich der Oberkörper noch in der Beschleunigungsphase. «Das sind dann enorme Kräfte, die auf den Körper einwirken», so Hulliger.

Seine Tipps für Anfänger: Schritt für Schritt von höher oben abspringen – zuerst von 10, dann von 13 Metern, dann kann man sachte erhöhen: «Man merkt jeden Meter.» Und: Kerzengerade ins Wasser eintauchen, dabei die Füsse anwinkeln.

Egal ob Topathleten, Schaulustige oder Wasserratten – im «Strämu» kamen am Wochenende alle auf ihre Kosten.

chh

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