Die Planungsvereinbarung mit der Rigips ist definiert

Heimberg

Die Gemeinde Heimberg hat mit der Rigips AG eine Vereinbarung definiert, um die Planung für die neue Nutzung des Areals anzugehen.

Die Gemeinde Heimberg darf mitreden über die Planung des Areals.

Die Gemeinde Heimberg darf mitreden über die Planung des Areals.

(Bild: Patric Spahni)

«Das Areal hat ein grosses Potenzial», hielt Gemeindepräsident Niklaus Röthlisberger (SVP) am Montagabend an der Gemeindeversammlung in Heimberg fest. Die ordentlichen Traktanden waren bereits durch, als er auf das Industrieareal der Rigips AG zu sprechen kam.

Bekanntlich gab die Firma im April bekannt, ihr Werk in Heimberg im Jahr 2020 stillzulegen . «Dies ist eine grosse Chance, dieses Gebiet weiterzuentwickeln», so Röthlisberger. Daher habe die Gemeinde mit dem Unternehmen rasch das Gespräch gesucht und eine Planungsvereinbarung definiert. «Es geht darum, die Zukunft des Areals gemeinsam anzugehen», erläuterte der Gemeindepräsident. Am 21. August wird der Gemeinderat dazu eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung organisieren.

Im Rahmen der laufenden Ortsplanungsrevision werde die Zone mit Planungspflicht «Bir Underfüerig» überdacht – zumal es mit den zusätzlichen rund 3,3 Hektaren Industrieland, das der Rigips AG gehört, neu um über 5 Hektaren Land gehe, das entwickelt werden könnte. «Es wird keine reine Gewerbezone geben», sagte Röthlisberger, nicht zuletzt mit Blick auf die Entwicklung eines Dorfkerns mit Platz für Wohnen und Gewerbe.

Bezüglich Revision der Ortsplanung sind während der Mitwirkung 19 Eingaben eingegangen. Angestrebt werde eine moderate Ortsplanung ohne grosses Wachstum – zumal die Gemeinde noch über 5 Hektaren Baulandreserve verfüge.

Jahresrechnung im Plus

Positiv schliesst die Jahresrechnung 2018 ab. «Das Ergebnis ist besser als erwartet», sagte Finanzvorsteher Peter Flury (SVP). Bei einem Ertrag im Gesamthaushalt von 27 Millionen bleibt ein Plus von 41'000 Franken. Dies ist deutlich besser als budgetiert. Der Voranschlag rechnete noch mit einem Fehlbetrag von 503'000 Franken.

Die Gemeinde musste jedoch einen Rückgang der Steuereinnahmen hinnehmen und im Steuerhaushalt ein Minus von 309'000 Franken verbuchen. Während der Steuerertrag bei den natürlichen Personen auf 11,7 Millionen leicht angestiegen ist, hat er sich bei den juristischen Personen mit 774'000 Franken fast halbiert.

Die Gemeinde hat in den letzten Jahren viel investiert, etwa in den Erweiterungsbau Ost der Schulanlage Untere Au oder in den Umbau der Aula. Total sind Investitionen von über 15 Millionen zusammengekommen. Während der Erweiterungsbau Ost statt 10,6 Millionen am Ende 9,5 Millionen kostete, kam die Sanierung der Aula um 371'000 Franken teurer.

Die Kreditabrechnung schloss mit 5,47 Millionen Franken ab. «Wir haben früh festgestellt, dass der ursprüngliche Kredit nicht reichen wird. Für eine Aula, die über Jahre hinweg der Bevölkerung dienen wird, hat der Gemeinderat die zusätzlichen Gelder bewilligt», sagte Gemeinderat Daniel Wagner (SVP). Die Rechnung wurde von den 68 Anwesenden einstimmig bewilligt.

Kritisch äusserte sich ein Votant zur Überbauung Rösslimatte. Sein Votum richtete sich gegen die Bauabnahme, die viele Mängel aufweise. «Es handelt sich um ein Verfahren, das am Laufen ist», so Daniel Wagner.

Thuner Tagblatt

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