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Die Thuner Schulen erhalten neue Computer

Die Informatik an den Schulen soll à jour gehalten werden: Darüber waren sich die Stadträtinnen und Stadträte einig. Sie genehmigten einen entsprechenden Millionenkredit.

Je nach Altersstufe werden die Klassen mit unterschiedlich vielen Computern ausgestattet.
Je nach Altersstufe werden die Klassen mit unterschiedlich vielen Computern ausgestattet.
Marc Dahinden

5,6 Millionen Franken: So viel kostet es, die Informatikinfrastruktur an den Thuner Volksschulen zu erneuern. Die heute vorhandene Ausrüstung reicht laut Gemeinderat nicht mehr aus, die Vorgaben zu erfüllen. So legt etwa der Lehrplan 21 einen Fokus auf die Vermittlung digitaler Kompetenz sowie den Umgang mit Medien – was eine entsprechende Infrastruktur vor­aussetzt.

In eigener Kompetenz hat der Gemeinderat 2 Millionen Franken beschlossen. Dem Stadtrat legte die Regierung nun einen Verpflichtungskredit für Neu­investitionen im Umfang von knapp 3,6 Millionen vor.

Fast alle sagten Ja

«Die Zeit ist reif für ein optimiertes – nicht maximiertes – Päckli», warb Bildungsvorsteher Roman Gimmel für ein Ja zum Kredit. Es liege die Version mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis vor, bekräftigte der SVP-Gemeinderat. «Dringender Handlungsbedarf ist gegeben», sagte Martin Allemann (SP), während Susanna Ernst (BDP) betonte: «Thun muss in der Schule à jour sein.»

Für Manfred Locher (Fraktion der Mitte), selber Sekundarlehrer in Thun, ist klar: «Die Informatikräume entsprechen den Anforderungen nicht mehr.» Das vorliegende Projekt stehe und falle aber mit der Lehrerschaft – darum müsse der Weiterbildung höchste Beachtung geschenkt werden. Dass portable Geräte und in höheren Klassen eine komplette Ausrüstung aller Schüler vorgesehen sind, erachtet Andreas Zwahlen (SVP/FDP) als sinnvoll.

Nur «zähneknirschend» stimmte die Mehrheit der Grünen zu: Reto Kestenholz wies darauf hin, dass mit dem Kauf der Geräte wohl «ein globales Unternehmen» unterstützt werden müsse, das Steuern optimiere und Konfliktrohstoffe verwende. Er enthielt sich der Stimme – alle 36 anderen Parlamentsmitglieder sagten Ja zum Kredit.

Umsetzung in Etappen

Vorgesehen ist, dass im 3. bis 6. Schuljahr ein Computer pro zwei Lernende bereitsteht, im 7. bis 9. Schuljahr ein Gerät pro Schülerin und Schüler. Ausgerüstet werden auch die Kindergärten (vier Geräte pro Klasse), 1. und 2. Klassen (ein Gerät pro drei Kinder) sowie Schulleitungen, Sekretariate und Lehrpersonen. Die einzelnen Schulen werden in Etappen in den Jahren 2019 bis 2021 ausgerüstet.

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