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Die Zeit ist reif für die neuen Anlagen

Redaktor Gabriel Berger zur Abstimmung in Steffisburg über eine neue Schul- und Sportanlage in der Schönau.

In Sachen Sporthallen und -anlagen ist in Steffisburg die Zeit im Jahr 1974 stehen geblieben. Seither wurde die In­frastruktur nicht mehr grundlegend erneuert. In den 70er-Jahren hatte die Gemeinde rund 12'500 Einwohner, heute sind es gut 3000 mehr. Bereits diese zwei Fakten wären gute Gründe für eine neue Mehrzweckhalle mit Dreifachturnhalle, ein Rasenspielfeld in Normgrösse und einen Allwetterplatz.

Die Gemeinde wollte es indes genau wissen, als sie 2014 von einem externen Büro abklären liess, wie viel zusätzlicher Platz effektiv benötigt wird. Das Resultat: vier Halleneinheiten. Sie würden nicht nur von den heute teilweise auswärts trainierenden Vereinen genutzt, sondern auch den obligatorischen Sportunterricht in der Schule sicherstellen.

Sagen die Steffisburger am 26. November Ja zur Änderung der baurechtlichen Grundordnung in der Schönau, wäre dies ein erster grosser Schritt Richtung neuer Anlagen an diesem Standort. Gesichert wäre indes erst die Erweiterung der Zone für öffentliche Nutzungen (ZÖN) in diesem Gebiet um 0,8 Hektaren. Ein detailliertes Projekt müsste noch definiert werden.

Unter den Steffisburger Parteien ist die Vorlage weitestgehend unbestritten, wie sich im August im Grossen Gemeinderat zeigte. Einzig die Grünen lehnen die ­Erweiterung der ZÖN ab, weil dadurch das Landschaftsschutzgebiet im Eichfeld verkleinert würde. Das Schutzgebiet wird allerdings westlich des Friedhofs zu einem grossen Teil kompensiert.

Werden alle Faktoren berücksichtigt, verdient die Vorlage an der Urne ein deutliches Ja des Stimmvolks. Der Bedarf ist nicht wegzudiskutieren, und die neuen Anlagen kämen an einem Ort mit bestehender Infrastruktur, die klug erweitert würde, zu stehen.

Der Verlust an Fruchtfolgefläche ist zwar bedauerlich – im Verhältnis zum Umfang der geplanten Anlagen allerdings relativ gering. Da wurde andernorts in viel schlimmerem Ausmass Landraub betrieben. Und: Nicht nur Sportvereine und Schulen würden von der neuen Dreifachhalle profitieren, denn sie könnte dereinst auch für kulturelle und andere Anlässe genutzt werden.

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