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Dieses Mal ist Coop mit an Bord

Die Sigriswiler haben dem Planungskredit für den Neubau ihrer Gemeindeverwaltung zugestimmt – das gemeinsame Projekt mit einer neuen Coop-Filiale fand bei der Bevölkerung Anklang.

Die Sigriswiler Gemeindeverwaltung (linke Bildhälfte) soll unmittelbar neben ihrem heutigen Standort neu aufgebaut und um eine Filiale des Detaillisten Coop ergänzt werden.
Die Sigriswiler Gemeindeverwaltung (linke Bildhälfte) soll unmittelbar neben ihrem heutigen Standort neu aufgebaut und um eine Filiale des Detaillisten Coop ergänzt werden.
Patric Spahni

Gemeinderatspräsident Beat Oppliger präsentierte am Montagabend an der Gemeindeversammlung die Planung für ein Gebäude, welches der Gemeindeverwaltung sowie einer neuen, grösseren Coop-Filiale ein gemeinsames Zuhause geben soll. Nachdem die Sigriswiler im November 2016 einen Kredit von 7.72 Millionen Franken für den Neubau der Gemeindeverwaltung abgelehnt hatten, ergriff der Gemeinderat Massnahmen, um die Anliegen der Bürger in das neue Projekt einfliessen zu lassen.

Gemeinsam mit Coop

Die neue Gemeindeverwaltung soll im Erdgeschoss des neuen Gebäudes an der Dorfstrasse einziehen, während im Untergeschoss eine neue Coop-Filiale sowie eine Tiefgarage gebaut würden. Zusammen mit neuen Aussenparkplätzen auf gleichem Geschoss mit der Gemeindeverwaltung sollen im Rahmen des Neubaus 75 Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Aktuell wird mit Investitionskosten von rund 10.2 Millionen gerechnet, 8 Millionen davon für das Gebäude.

In Zusammenarbeit mit einer Begleitgruppe, die unter anderem Nachbarn, Baumeister, Gewerbe und Tourismus in die Planung einbezogen, wurden zehn Entwürfe geprüft und fünf davon weiterverfolgt, der beste Vorschlag wurde als Projektstudie ausgearbeitet und der Gemeinde vorgestellt. «Im Vergleich zum Projekt 2016 werden mit dem neuen Vorschlag zwei Probleme auf einmal gelöst», meinte Alfons Bichsel, Präsident der BDP Sigriswil. «7,72 Millionen nur für eine neue Gemeindeverwaltung konnten wir nicht unterstützen, jetzt wird die Vergrösserung der Coop-Filiale damit zusammengelegt – eine gute Entscheidung, die wir befürworten.»

Sorge um kleine Läden

Zu reden gab an der Gemeindeversammlung vor allem die Vergrösserung der Coop-Ladenfläche auf 400 Quadratmeter - eine Bürgerin fragte, was den mit den kleinen Läden ringsherum passieren werde, wenn der Supermarkt wächst. «Obwohl sich die Verkaufsfläche fast verdoppelt, wird das Sortiment nicht massiv erweitert – die kleinen Läden sind wichtig und sollen bleiben», betonte Oppliger. «Mit der Filialvergrösserung entstehen grosszügigere Platzverhältnisse und dringend nötige Lagerfläche, die den Betrieb des Supermarkts verbessern wird.»

Der Kredit zur weiteren Planung des Neubaus wurde von den 115 Anwesenden einstimmig angenommen – wie auch alle anderen Anträge. Die Steueranlage bleibt mit 1,72 Einheiten unverändert, das Budget der Gemeinde fürs kommende Jahr schliesst bei Aufwendungen von 25,7 Millionen Franken ausgeglichen. Im Investitionsplan 2020–2023 sind 15,5 Millionen enthalten, plus 10 Millionen für Projekte in fernerer Zukunft. Der längerfristige Investitionsplan bis 2023 sieht eine erhebliche Neuverschuldung aufgrund von Investitionen vor, in einem ersten Schritt nun die weitere Planung des Neubaus für Gemeindeverwaltung und Coop.

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