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Drei weitere Wolfsrisse nachgewiesen

In den Gemeinden Gurzelen und Schangnau ist es zu drei weiteren Wolfsrissen gekommen. Das haben Untersuchungen an der Universität Lausanne ergeben.

Eines der gerissenen Bergschafe von Züchter Martin Bigler in Gurzelen.
Eines der gerissenen Bergschafe von Züchter Martin Bigler in Gurzelen.

Nach aktuellen Kenntnissen ist es im Kanton Bern in diesem Jahr bislang zu fünf Fällen von Wolfsrissen gekommen. Ein weiterer Fall in Gutannen vom 25. August ist in Abklärung, wie die bernische Volkswirtschaftsdirektion (VOL) am Mittwoch auf Anfrage bekanntgab. Dort wurden drei Schafe getötet.

Zudem wird bei einem weiteren Vorfall in Schangnau, bei dem ein Schaf gerissen wurde, vermutet, dass ein Wolf dafür verantwortlich war. «Wir haben keine DNA-Probe und damit keinen handfesten Beweis, aber die Vermutung ist naheliegend», sagte Niklaus Bernhard von der VOL.

Nachgewiesen von der Universität Lausanne sind insgesamt drei neue Fälle: In Schangnau wurden am 4. August zwei Ziegen und zwei Tage später zwei Schafe gerissen. In Gurzelen fielen am 11. August drei Schafe einem Wolf zum Opfer.

Welcher Wolf zugebissen hat, ist noch nicht bekannt. Es könne sich um einen Wolf oder mehrere handeln, gab das VOL bekannt. Klar ist, dass das Raubtier italienischer Abstammung ist. Neue Erkenntnisse dazu sind frühestens in zwei Wochen zu erwarten.

Mit verschiedenen Massnahmen beim Herdenschutz versucht der Kanton Bern laut VOL die Anzahl Risse tief zu halten. Dabei können die Tiere entweder umzäunt oder von einem Hund beschützt werden. In etwa der Hälfte der Wolfsrisse waren die Tiere ohne Herdenschutz unterwegs.

Laut dem bernischen Jagdinspektor Niklaus Blatter verzeichnete der Kanton Bern in den vergangenen zwei Jahren je zwei Wolfsrisse. 2016 fielen eine Ziege und dreizehn Schafe dem Wolf zum Opfer, 2015 waren es drei Schafe.

SDA/mb

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