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Ein Generationen-Mix für die Zukunft

200 Personen wollten wissen, wie der Dorfkern in Zukunft aussieht. Entstehen sollen Wohnungen für alle Generationen.

Die ZPP Höhenweg sieht den Bau von 70 Wohneinheiten zwischen dem Höhenweg (vorne) und der Dorfstrasse vor.
Die ZPP Höhenweg sieht den Bau von 70 Wohneinheiten zwischen dem Höhenweg (vorne) und der Dorfstrasse vor.
PD
In der ZPP Landi, zwischen Dorf- und Bahnhofstrasse gelegen, sollen sechs Wohneinheiten mit verschiedenen Höhen und Gewerbeflächen sowie eine kleine zweistöckige Baute (ganz rechts) entstehen.
In der ZPP Landi, zwischen Dorf- und Bahnhofstrasse gelegen, sollen sechs Wohneinheiten mit verschiedenen Höhen und Gewerbeflächen sowie eine kleine zweistöckige Baute (ganz rechts) entstehen.
PD
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Die zukünftige Gestaltung des Dorfkerns von Uetendorf stiess am Montag auf grosses Interesse. Rund 200 Frauen und Männer aus allen Gemeindegebieten wollten wissen, wie und was innerhalb der beiden Zonen mit Planungspflicht ZPP Landi und ZPP Höhenweg dereinst gebaut werden soll. «Für den Gemeinderat ist es wichtig, dass mitten im Dorf Wohnbauten für alle Generationen entstehen», so Vizegemeindepräsidentin Anna-Katharina Zenger, Ressortleiterin Hochbau/Planung, während der Orientierung im kirchlichen Zentrum Allmend.

Nach der Vorstellung der beiden Projekte wurden von den Anwesenden nur wenige Fragen gestellt. Dies zeigte unter anderem auf, dass während der planerischen Vorarbeiten offensichtlich bereits viele Aspekte berücksichtigt wurden.

Die beiden Projekte wurden auf unterschiedliche Weise erarbeitet – die ZPP Landi als Studienauftrag, die ZPP Höhenweg im Workshopverfahren. Bei beiden Varianten wirkten Architekten, Experten, Vertreter der Gemeinde und insbesondere auch die betroffenen Grundeigentümer mit. Beide Teams wurden von einem Fachausschuss begleitet. Die Vorarbeiten seien intensiv gewesen. Allen, die mitgearbeitet hätten, gebühre grosser Dank, so Gemeindepräsident Albert Rösti: «Insbesondere freue ich mich darüber, dass in Uetendorf so viel Wohnraum geschaffen werden kann, ohne zusätzliche landwirtschaftliche Flächen nutzen zu müssen.»

Kein Hochhaus mehr geplant

Für die ZPP Landi standen dem Gemeinderat am Ende drei Projekte zur Verfügung. Zur weiteren Bearbeitung ausgewählt wurde die Ideenstudie «Arealentwicklung ZPP Landi Uetendorf» von der Morscher Architekten BSA SIA AG Bern. Sie sieht zwischen der Bahnhof- und der Dorfstrasse, in der Umgebung der heute noch bestehenden Landi, den Bau von sechs drei- bis sechsgeschossigen Wohnhäusern vor – die niedrigsten Häuser mit Geschäftslokalen an der Dorfstrasse, die höchsten Bauten entlang der Bahnlinie.

Bei der Planung habe sein Team grossen Wert auf die Durchlässigkeit für die Öffentlichkeit und den Erhalt des Gartens zwischen der heutigen Filiale der AEK Bank 1826 und dem Bauernhaus an der Dorfstrasse sowie der dazugehörigen nahen Hofstatt gelegt, so Architekt Cornelius Morscher. Das Hochhaus mit 14 Stockwerken, das auf dem Landi-Areal angedacht war, wird nicht gebaut: «Ein solcher Bau ist laut Kanton nicht ortsbildverträglich», so Anna-Katharina Zenger.

Auch im Gebiet zwischen Höhenweg und Dorfstrasse sollen Mehrfamilienhäuser mit total 70 Wohneinheiten entstehen. Vorgestellt wurde das Projekt ZPP Höhenweg von der Thuner Architektin Nicole Ineichen. Die geplanten Häuser zeigen eine schlichte Architektur, die gut in die Hanglage eingepasst ist. In Absprache mit der kantonalen Denkmalpflege wird das Haus Dorfstrasse 30, das mitten in dieser Zone liegt, das sogenannte Christeler-Huus, abgerissen.

Gebäude verschwinden

Werden die Bauten dereinst realisiert, verschwinden auch die Landi mit dem Silo sowie die Häuser Dorfstrasse 34, 39 und 41 aus dem Ortsbild. Bis es so weit ist, wird noch einige Zeit vergehen. «Die Realisierung all dieser Neubauten sehe ich im Bereich mittelfristig», so Anna-Katharina Zenger. Wie Ulrich Schneider, Vertreter des Baubüros Uetendorf, erklärte, dauern die Detailbearbeitungen und die Verfahren bis zur öffentlichen Auflage mindestens eineinhalb Jahre. Für beide Zonen wurde explizit so geplant, dass etappenweise gebaut werden kann. Es liegt im Ermessen der Grundeigentümer, wann sie ihre Bauten realisieren wollen.

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