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Ein geplatzter Weltrekordversuch und viele ratternde Motoren

Zeitgleich zum Jubiläumsfest des Waffenplatzes fand in Thun auch das zweite internationale Bückertreffen statt.

Julian Seidl
Laurent Calame mit der Dewoitine D.26 Stadt Thun.
Laurent Calame mit der Dewoitine D.26 Stadt Thun.
zvg
Die Bücker in Reih und Glied auf dem Thuner Flugplatz...
Die Bücker in Reih und Glied auf dem Thuner Flugplatz...
zvg
... und in Aktion in der Luft.
... und in Aktion in der Luft.
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«Und es ratteret und brummet um sen ume dr Motor...», sang einst Mani Matter in seinem Lied «Dr Alpeflug». Rundflüge direkt vor dem Bergpanorama der Schweizer Alpen gibt es auch am zweiten internationalen Bückertreffen auf dem Flugplatz in Thun, das im Rahmen des 200-Jahr-Jubiläums des Waffenplatzes Thun stattfindet. Zahlreiche Schaulustige sind auf den Thuner Flugplatz gepilgert, um Flugzeug-Oldtimer aus aller Welt zu bestaunen.

Im Schatten der Dewoitine D.26 steht Paul Misteli, einer der vielen Piloten am diesjährigen Bückertreffen. Wie viele seiner Kollegen war er bereits am Samstag angereist. Mit seinem Freund Laurent Calame flog er am Treffen der historischen Bücker-Flugzeuge einen der Hingucker: die Dewoitine D.26. Vergangenes Jahr wurde sie auf den Namen Stadt Thun getauft, da sie in Thun erbaut worden war. Sie ist auch das Lieblingsstück von Andreas Wegier, OK-Präsident und Initiant des Bückertreffens. Für ihn ist die Neuauflage des Treffens ein voller Erfolg: «Ich bin stolz, erneut Teil eines solch tollen Anlasses zu sein», sagt er.

Glück mit dem Wetter

Nebst den Oldtimern und einem Festzelt haben die Organisatoren auch Hüpfburgen aufgestellt, auf denen die Kleinen das Matterhorn besteigen können. Nachdem letztes Jahr eher schlechteres Wetter und dadurch nicht so viele Besucherinnen und Besucher anwesend waren, haben die Organisatoren an diesem Wochenende Glück. Es herrschen hochsommerliche Temperaturen. Die zahlreich erschienenen Zuschauer sind begeistert und applaudieren den Piloten, die nach kurzen Rundflügen wieder auf dem Flugplatz in Thun landen. 80 Flugzeuge versammelten sich bereits am Samstag in Thun. Da aber vom Jura her eine Gewitterfront aufzog, mussten viele Piloten schon am Vormittag abreisen, wie Wegier sagt. «Manche haben noch einen sechsstündigen Flug nach Norddeutschland vor sich», führt er aus.

Wegier und das OK strebten ursprünglich einen Weltrekord an. Das Ziel: so viele Bücker-Maschinen am Treffen zusammenbringen wie nie zuvor auf der Welt. Allerdings wurde der Versuch für nicht eintragbar erklärt. Das Komitee des «Guinnessbuchs der Rekorde» teilte mit: Ob es ein Weltrekord sei, sei nicht messbar, da es keine vergleichbaren Anlässe gegeben habe. Doch deswegen beklagt sich Andreas Wegier nicht. Er ist glücklich, dass das Treffen unfallfrei über die Bühne gegangen ist. «Das Wichtigste ist, dass ich am Ende der Veranstaltung in glückliche Gesichter schauen kann», sagt er.

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