Ein weiterer Schritt rückwärts

Steffisburg

Die Holzfassade des Kunsthauses Steffisburg wird von Künstlerinnen und Künstlern sukzessiv zurückgebaut. Den dritten Schritt dieses Projektes hat Paul Le Grand gemacht.

Der Künstler Paul Le Grand führt bei der Vernissage die Gäste in seine ­Gedankengänge zum «Steffisburg-Panorama» ein.

Der Künstler Paul Le Grand führt bei der Vernissage die Gäste in seine ­Gedankengänge zum «Steffisburg-Panorama» ein.

(Bild: Verena Holzer)

Nach Christoph Rihs und Tashi Brauen hat nun Paul Le Grand einen weiteren künstlerischen Eingriff an der zum Verschwinden verurteilten Holzfassade des Kunsthauses Steffisburg vorgenommen. Bei der dritten Vernissage dieses Zyklus stellte der Präsident der Kulturkommission, Urs Dolder, den rund 40 Vernissagegästen die bisherigen Veränderungen und den Künstler des ­aktuellen Werkes vor.

Le Grand sei in Thun aufgewachsen, nach einem Studium in Genf sei er ab 1978 in Thun und später in Bern wohnhaft gewesen. «1980 hat Le Grand an der Gruppenausstellung in der alten Mühle in Thun teilgenommen. Diese hat mein Interesse geweckt und mir den Boden für die Kunst gegeben», sagte Dolder.

Temporäres Panoramabild «Steffisburg-Panorama»

Mit einem augenzwinkernden Blick auf das Thun-Panorama im Schadaupark nennt Paul Le Grand sein Kunstwerk «Steffisburg-Panorama». Der Künstler hat den oberen Fassadenteil nach unten geklappt. Wie auf einem See «spiegelt» sich darauf die oben stehen gelassene Lattenkonstruktion, welche einen fik­tiven Berghorizont symbolisiert. Mit etwas Fantasie erkennen die Betrachtenden sogar das Berner-Oberländer Dreigestirn.

Nicht mitten im Panorama stehend, wird das «Steffisburg-Panorama» bei einem Rundgang ums Haus entdeckt. «So bildet die Rund­umlandschaft eine kleine Welt, die, wie das Kunsthaus selbst, im Zentrum des Dorfes steht», erklärte Le Grand. Gut zum Ausdruck kommt des Künstlers Interesse an Architektur, an Raum und Formen sowie Spiegelungen. Wobei er sich seine Inspirationen oft in der Natur geholt habe, sagte der Thuner.

Paul Le Grands Kunstwerk bleibt rund vier Monate bestehen. Danach werden noch die im Atelierhaus in Thun angesiedelte Raffaella Chiara und zuletzt noch der Künstler Reto Leibundgut am Kunsthaus Hand anlegen, bis es im Juni 2017 wieder als ursprüngliches Bushaus auf dem Dorfplatz steht.

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