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Eine Mediation soll den Konflikt um die Johanneskirche lösen

Im Zwist um die geplante Schliessung der Johanneskirche stehen zwei wichtige Termine an. Nicht alle Beteiligten sind allerdings mit dem Vorgehen einverstanden, wie sich an der Kirchgemeindeversammlung zeigte.

Eine Innenansicht der Johanneskirche. Jetzt sollen Gespräche im Zwist um die Schliessung eine Lösung bringen.
Eine Innenansicht der Johanneskirche. Jetzt sollen Gespräche im Zwist um die Schliessung eine Lösung bringen.
Patric Spahni

«Es gibt nichts Konkretes, wo­rüber man informieren könnte», leitete Piero Catani, Präsident der Kirchgemeinde Strättligen, an der Versammlung vom Donnerstagabend das Traktandum Kirchenzentrum Johannes ein. Das ist aber nur die halbe Wahrheit.

Zwei wichtige Termine stehen bevor, an denen über die ­Initiative gegen die geplante Schliessung der Johanneskirche beraten wird. Catani orientierte die Gemeinde, dass sich Vertreter des Kleinen Kirchenrates, des Kirchgemeinderates und des Vereins Pro Joki, der die Initiative eingereicht hatte, zu einer ­Mediation verabredet haben.

Das erste Gespräch findet heute statt. Für den Fall, dass sich die Parteien nicht einig werden, setzten sie weitere Termine an.

Pfarrer kritisiert das Vorgehen

Am 28. November berät der Grosse Kirchenrat (GKR) an einer öffentlichen Sitzung über die Initiative. Stimmt ihr der GKR zu, hebt er damit seinen eigenen Beschluss vom 29. August 2016 auf.

Dieser sieht vor, die Johanneskirche per Ende 2018 zu schliessen. Lehnt der GKR die Initiative ab, hat der Kleine Kirchenrat neun Monate Zeit, das Geschäft vor das Kirchenvolk zur Abstimmung zu bringen. Dessen Entscheid wäre dann verbindlich.

Beat Beutler, Pfarrer der Kirchgemeinde Strättligen, findet die Reihenfolge der Termine nicht sinnvoll: «Besser wäre es, wenn der GKR erst nach Abschluss der Mediation über die Initiative abstimmen würde.»

Zeit wäre genügend vorhanden, müsse der GKR sich doch erst im Januar 2018 zur Initiative äussern, führte Beutler aus. Die Gespräche abwarten will auch das Verwaltungsgericht, weshalb es vor drei Monaten den Entscheid über eine Beschwerde gegen die Schliessung der Kirche vorläufig sistiert hat.

Präsident Piero Catani schätzt, dass die Mediation und die Sitzung des GKR entscheidend sein könnten für den weiteren Verlauf der Affäre Johanneskirche.

Vakanzen bleiben bestehen

Weitere Traktanden der Versammlung vom Donnerstagabend betrafen verschiedene Wahlen. Alle anwesenden 42 Stimmberechtigten (von insgesamt 10 140) wählten Eliane Diethelm zur neuen Co-Präsidentin des Kirchgemeinderates. Zwei Jahre lang gehörte die Thunerin als normales Mitglied dem Rat an.

Neu besetzt werden mussten auch zwei Positionen im GKR. Im Verfahren der stillen Wahl wurden Eliane Diethelm und David Pfister in das 30-köpfige Gremium gewählt. Piero Catani bedauerte, dass sich niemand für eine Mitgliedschaft im Kirchgemeinderat finden liess.

Er hofft, dass die Vakanzen nach der nächsten Kirchgemeindeversammlung nicht mehr bestehen.

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