Zum Hauptinhalt springen

Einsprachen zur Lärmsanierung – wegen Lärm

Damit der Skatepark den Anstössern weniger Lärm beschert, will die Gemeinde Beton- anstelle von Hohlelementen bauen. Doch auch dagegen regt sich Widerstand.

Bleibt umstritten: Skatepark in der Bucht Spiez. Jürg Spielmann
Bleibt umstritten: Skatepark in der Bucht Spiez. Jürg Spielmann

Eine Freizeitanlage bleibt ein umstrittener Dauerbrenner: Seit dem Jahr 2001 und deren Realisierung hält die Skateranlage in der Bucht die Spiezer Behörden auf Trab. Einerseits kritisierten Anwohner wiederholt den Lärm, den sie wegen ihr erdulden müssten, und kaum minder monierten die Benutzer andererseits die für sie zu restriktive Benutzerordnung.

Die sieht ein Verbot von 12 bis 13 Uhr sowie ein solches ab 20 Uhr vor, während ansonsten auch in der Bucht um 22 Uhr Nachtruhe herrscht. Die Einschränkungen waren die Folge eines Regierungsstatthalter-Entscheides aus dem Jahr 2011; Anwohner hatten zuvor gegen den Ersatz eines Skaterparkelements – eine sogenannte Quarterpipe – Einsprache geführt.

Es werde Beton

Anfang 2018 war es erneut eine Beschwerde zu Lärmbelastung und Betriebszeiten, die das neuste Kapitel in der «Causa Skatepark» öffnete. Auf eine Begehung mit Gemeinde, Statthalteramt, Beschwerdeführer und der Lärmfachstelle der Kapo Bern folgten neuerliche Auflagen: Kurzfristig wurde letztes Jahr das hohlräumige und dadurch lärmintensive Pyramiden-Element durch ein betoniertes Modell ersetzt.

Die mittelfristige Auflage des Regierungsstatthalteramts Frutigen-Niedersimmental (RST) will die Gemeinde Spiez jetzt anpacken: den Ersatz aller Hohlkörper durch betonierte Elemente sowie den Einbau eines Flüsterbelags anstelle des rauen Asphalts. Diese bauliche Massnahmen sind dem Gemeinderat 150000 Franken wert, so hoch ist der freigegebene Kredit für die bis im Frühjahr geplante Lärmsanierung der Skateranlage.

«Halten daran fest»

Die Auflagefrist des Vorhabens ist vor einigen Tagen abgelaufen. «Es sind vier Einsprachen eingegangen», sagt Iwan Rösti, der beim RST fürs Bauwesen zuständig ist. Zum Inhalt gibt er preis, dass die Eingaben «in erster Linie Immissionen» betreffen würden. Aktuell läuft der Schriftenwechsel, was bedeutet, dass sich die Gemeinde als Bauherrin zu den Einsprachepunkten äussern kann.

Anschliessend wird es entweder zu Verhandlungen oder direkt zu einem Entscheid des RST kommen. Die zuständige Gemeinderätin Ursula Zybach (SP) sagt auf Anfrage, man habe die vier Einsprachen zur Kenntnis genommen und nehme nun zu diesen Stellung. Und sie stellt klar: «Uns ist es wichtig, die Anlage zu optimieren, der Kredit dafür ist gesprochen.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch