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Energie Thun AG auf Wachstumskurs

Die Energie Thun AG ist auf Kurs. Der Umsatz konnte um 3,7 Prozent gesteigert werden. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Jahresgewinn von 1,9 Millionen Franken.

Stefan Kammermann
Das Aarewerk in Thun produzierte 2018 mehr Strom – trotz Wasserknappheit.
Das Aarewerk in Thun produzierte 2018 mehr Strom – trotz Wasserknappheit.
PD

«Wir blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück», sagte Beat Ammann, Verwaltungsratspräsident der Energie Thun AG, am Mittwoch an einer Medieninformation kurz vor der Generalversammlung. CEO Michael Gruber wurde mit Blick auf das vergangene Jahr gleich konkret: «Wir konnte unseren Umsatz im Kerngeschäft um 3,7 Prozent steigern.» Zudem resultierte auch im Dienstleitungsgeschäft ein Ertragszuwachs von über einer Million Franken.

In Zahlen ausgedrückt hat die Energie Thun AG 2018 gut 83,5 Millionen Franken erwirtschaftet. Der Jahresgewinn stieg dabei im Vergleich zum Vorjahr um satte 44 Prozent auf 1,9 Millionen Franken. Dabei erhöhte sich die Stromproduktion um acht Prozent. Erstmals weist das Unternehmen eine Eigenproduktion von 100 Gigawattstunden aus.

Vorab die Aarewerke haben mehr Energie produziert als im Vorjahr. «Auch wenn es im vergangenen Jahr wenig Niederschlag gab, haben wir in Sachen Wasserkraft nichts verloren», sagte Michael Gruber. Für die Zukunft strebt die Energie Thun AG eine Eigenproduktion aus erneuerbarer Energie von mindestens 160 Gigawattstunden an. Als Herausforderung bezeichnete er dabei die Suche nach Speichermöglichkeiten.

Natur als Profiteur

Vom Verkauf des Thuner Aarestroms profitiert auch die Natur in der Region. Seit 15 Jahren fliesst pro verkaufte Kilowattstunde ein Rappen in den Ökofonds des Unternehmens. Aus diesem wurden bisher über 30 Renaturierungsprojekte unterstützt. Alleine im vergangenen Jahr kamen 1,7 Millionen Franken der regionalen Natur zugute.

Steigern konnte der Thuner Energieanbieter ebenso den Solarstrom aus eigenen Anlagen. Und zwar um 29 Prozent. Dies nicht zuletzt auch wegen neuer Fotovoltaikanlagen auf dem Dach der Messehallen des Thuner Expo-Areals. «Wir decken mittlerweile rund 60 Prozent des Bedarfs mit eigener Produktion ab», sagte Michael Gruber. Der Stadt Thun konnte die Energie Thun AG zudem fünf Millionen Franken überweisen. Die Investitionen in den Erhalt und das Erweitern der Infrastruktur beliefen sich 2018 auf knapp elf Millionen Franken. Dies sind rund 10 Prozent weniger als im Vorjahr.

Wasserknappheit verhindert

Als konstant bezeichnete Gruber den Absatz beim Erd- und Biogas. So hätten die Kunden im vergangenen Jahr rund 409 Gigawattstunden Erdgas bezogen. Um ein Prozent auf über drei Millionen Kubikmeter angestiegen ist der Wasserverkauf, vorab aufgrund des heissen und trockenen Sommers.

Auch das neue Stufenpumpwerk Barmettlen in Schwendibach habe sich bewährt, um den Rückgang der Quellschüttungen mit Grundwasser auszugleichen. «Wir konnten das Pumpwerk gerade zum richtigen Zeitpunkt in Betrieb nehmen und mit dem zusätzlichen Grundwasser in Schwendibach und Homberg eine Wasserknappheit verhindern», hielt Michael Gruber fest.

Fernwärme steigern

Seit Anfang Jahr ist die Energie Thun AG mit 15 Prozent an der gemeinsam mit der Avag und der Steffisburger NetZulg AG neu gegründeten Fernwärme Thun AG beteiligt. «Ziel ist es, gemeinsam mit unseren Partnern die Versorgung der Fernwärme in der Region zu steigern», sagte der CEO.

Damit sei ein Schritt für eine effiziente und nachhaltige Energienutzung in der Region Thun erfolgt. An der Generalversammlung am Mittwoch wurde die Thuner Gemeinderätin Andrea de Meuron (Grüne) neu in den Verwaltungsrat gewählt. Sie ersetzt Marianne Dumermuth (SP), die dem Gremium seit 2011 angehörte. Die Thun Energie AG beschäftigt 129 Mitarbeitende, davon 11 Lernende.

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