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Engemann übergibt Präsidium an Lüthi

Nach 13 Jahren tritt der Thuner Burgerpräsident Markus Engemann zurück. Nachfolger ist sein Vize Michael Lüthi. Verabschiedet wurde auch Verwalter Christoph Spichiger – nach 35 Jahren.

Burgerpräsident Markus Engemann (links) übergibt seinem Nachfolger Michael Lüthi im Schüür-Saal die Glocke für die Versammlungen.
Burgerpräsident Markus Engemann (links) übergibt seinem Nachfolger Michael Lüthi im Schüür-Saal die Glocke für die Versammlungen.
Nelly Kolb

Grossaufmarsch am Montagabend an der Versammlung der Burgergemeinde Thun im imposanten Schüür-Dachsaal in Steffisburg. Der Grund: Es galt, den langjährigen Burgerpräsidenten Markus Engemann zu verabschieden und einen Nachfolger zu wählen.

Markus Engemann hat 31 Jahre für die Burgergemeinde gewirkt – davon 25 Jahre im Burgerrat und 13 Jahre als dessen Präsident. In seiner Zeit, so Laudator Michael Lüthi, habe sich die Burgergemeinde weiterentwickelt. Sie habe vieles bewegt und sich der Öffentlichkeit geöffnet und präsentiert. In Engemanns Ära fallen unter anderem der Bau von Seniorenwohnungen und das neue Alters- und Pflegeheim, das im Sommer 2018 eröffnet wird. «Er hat seine Aufgaben mit Weitsicht und in wohltuendem Anstand und Bescheidenheit erfüllt», würdigte Lüthi den wegen Amtszeitbeschränkung Scheidenden.

Kein Interessenkonflikt

Weil es keine Gegenkandidatur gab, wurde der Thuner Michael Lüthi in stiller Wahl als neuer Burgergemeinde- und -ratspräsident bestätigt. Lüthi ist in Thun als einstiger Stadtrat und Leiter BLS Schifffahrt bekannt. Aktuell ist er Geschäftsleiter in der Berner Residenz Schwabgut (Domizil AG). Abklärungen hätten ergeben, so Engemann, dass dadurch kein Interessenkonflikt entstehe. Bei den Thun-Burgern engagiert er sich seit Jahren, jüngst als Vizepräsident. «Ich nehme das Amt gerne, aber mit grossem Respekt an», sagte Michael Lüthi.

Ebenfalls verabschiedet wurde Christoph Spichiger. Er verwaltete die Burgergemeinde seit gut 35 Jahren mit «grossem Sachverstand und viel Herzblut», wie Engemann attestierte. In Spichigers Ära fielen unter anderem zahlreiche Anpassungen auf Gesetzesänderungen, die Revision von Reglementen sowie Neustrukturierungen. Sein Nachfolger Christoph Hubacher ist bereits bestimmt. Neu in den Burgerrat wurden Raymond Lérgier und Yves Donzé gewählt. Der übrige Vorstand wurde für eine weitere vierjährige Amtsperiode bestätigt.

Schuldenabbau früher

Das Budget 2018 geht von einem Aufwand und Ertrag von gut 27 Millionen Franken aus. Ein Defizit von 993'700 Franken wird aus der Spezialfinanzierung Spital-, Waisengut (vergleichbar mit Eigenkapital) gedeckt. «Wir haben eine gesunde Finanzentwicklung», legte Christoph Spichiger dar. Die durch den Heimneubau entstandenen Schulden können früher als erwartet wohl ab 2019 abgebaut werden. Der Voranschlag wurde bei einer Enthaltung genehmigt. Ebenso ein Planungskredit von 170'000 Franken für die Umnutzung des Haupthauses in ein Medizenter.

Neun Personen erhielten den Burgerbrief. Drei Gesuche um Einburgerung (Vater mit zwei Söhnen) wurden bewilligt. Die Burgergemeinde Thun hat um die 3600 Mitglieder.

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