Erfahrungen für das Leben

Thun

Elf Schüler des Gymnasiums Thun besuchten Gadjagan, das Partnerdorf der Stadt Thun in Togo. Sie konnten viele Erfahrungen und Eindrücke nach Hause mitnehmen.

Das Eis brach ­bereits bei der Ankunft. Auf dem Bild werden Samira Zurbrügg (l.) und Chiara Wülser von den Einheimischen begleitet.

Das Eis brach ­bereits bei der Ankunft. Auf dem Bild werden Samira Zurbrügg (l.) und Chiara Wülser von den Einheimischen begleitet.

(Bild: zvg)

Die Teilnehmenden an diesem Projekt, sechs Schülerinnen und fünf Schüler, mussten bereit sein, einen deutlichen Mehraufwand für die Vorbereitung und Nachbereitung der Projektwoche zu leisten.

Um während der kurzen Aufenthaltsdauer in Land und Dorf ein vertieftes Erleben zu gewinnen, bearbeiteten die Schüler in Kleingruppen bereits im März entsprechende Themen in Landeskunde und gaben ihre Kenntnisse in Vorträgen an die übrigen Teilnehmenden weiter.

So ausserordentlich das Projekt, so gross der finanzielle Aufwand. Die Teilnehmenden wurden deshalb aufgefordert, sich einen Teil der Kosten selbst zu verdienen, unterstützend war dabei der Backwarenverkauf, den die gesamte Gruppe an einem Samstag im Bälliz durchführte.

Schliesslich bereiteten sich die Schülerinnen und Schüler, ebenfalls in Kleingruppen, auf ein spezifisches Thema vor, das sie vor Ort untersuchen wollten: die medizinische Versorgung im Dorf; Handwerk; Musik, Tanz und Gesang; Spiele.

Warmer Empfang

Die Thuner Gruppe wurde von der Dorfbevölkerung herzlich empfangen. «Die Kinder kamen zu uns und wollten uns die Hand geben und neben uns gehen. Diesen Moment werde ich nie vergessen», erinnert sich Andrea Wegmüller.

Am Tag nach der Ankunft im Dorf begannen die Kleingruppen, in ihren vorbereiteten Themenbereichen zu arbeiten. Ausgewählte Dorfbewohner begleiteten sie dabei. Natürlich stimmen Vorstellungen und Realität selten ganz überein, die Schüler waren aber darauf vorbereitet.

Überraschend war die Frage des Medizinmannes an die Gruppe, ob die Schülerinnen krank würden, wenn der Regen sie berühre. Die Schülerinnen hatten bei einsetzendem Regen unvermittelt ihre Regenjacken angezogen.

Prägende Erinnerungen

Das vom Dorfausschuss zusammengestellte Programm für den Aufenthalt des Besuchs aus Thun sah neben den Gruppenarbeiten auch vor, eine Anlage des Wasserprojekts Eau Mont Agou zu besichtigen, eines der grössten realisierten Projekte des Vereins ­Togo-Thun. Zudem trat jeden Abend beim Gästehaus eine der vier Musik- und Tanz- sowie Chorgruppen des Dorfes auf. Bei den fröhlichen Tänzen wurden rasch auch die Schülerinnen und Schüler in den Kreis geholt.

«Ganz besonders in Erinnerung werden mir die togolesischen Tanzgruppen bleiben. Die Lebensfreude und die gute Stimmung beeindruckten mich sehr. Als wir mittanzen durften, fühlte ich mich nicht wie ein Gast, ­sondern gut integriert ins Dorf», sagte Silvia Rohrer nach der Rückkehr.

pd

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt